Die USA erhöhen den Druck auf das sozialistische Kuba. Präsident Donald Trump bringt nicht nur eine „friedliche Übernahme“ der Karibikinsel ins Gespräch, sondern lässt auch mögliche Anklagen gegen kubanische Regierungsvertreter prüfen. Die Lage spitzt sich zu.
Justizministerium im Einsatz: Arbeitsgruppe gegen Havanna
Wie die „Washington Post“ und NBC News berichten, hat das US-Justizministerium eine spezielle Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um mögliche Strafverfahren gegen Beamte und Einrichtungen der kubanischen Regierung zu prüfen. Dabei könnten Anklagen in den Bereichen Drogenhandel und Gewaltverbrechen erhoben werden. Auch das Finanzministerium ist involviert, was auf weitere Sanktionen hindeuten könnte.
Trump selbst zeigte sich in einem Interview mit CNN überzeugt, dass Kuba kurz vor dem Zusammenbruch stehe. „Die Insel wird bald fallen“, erklärte er und betonte, dass die kubanische Regierung verzweifelt nach einem Abkommen suche.
Parallelen zu Venezuela: Ein bewährtes Modell?
Das Vorgehen erinnert an die Strategie der USA gegen Venezuelas ehemaligen Staatschef Nicolás Maduro. Dieser wurde bereits 2020 wegen Drogenhandels angeklagt und später festgenommen. Nun scheint Kuba ins Visier der US-Politik zu geraten, während die Insel in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit der Revolution von 1959 steckt. Der Mangel an Treibstoff und die Blockade von Öllieferungen aus Venezuela verschärfen die Situation zusätzlich.
Internationale Reaktionen: Jamaika beendet Ärzteprogramm
Auch international zeigt der Druck der USA Wirkung. Jamaika hat nach fast 50 Jahren sein medizinisches Kooperationsprogramm mit Kuba beendet. Laut Jamaikas Gesundheitsminister Christopher Tufton seien Verhandlungen mit Havanna gescheitert. Für Kuba, das auf die Einnahmen aus den medizinischen Einsätzen angewiesen ist, ein herber Schlag.
Trump: „Kuba ist ein scheiternder Staat“
Trump ließ keinen Zweifel an seiner Haltung: „Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat.“ Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass die USA „etwas sehr Positives“ für die kubanische Bevölkerung bewirken könnten. Ob es tatsächlich zu einer „friedlichen Übernahme“ kommt, bleibt abzuwarten.
Quellen: exxpress.at, orf.at
Credits: APA
Neueste Kommentare