Trump trifft Xi in Peking: Freundschaftsgeste, Handelsfragen — und der Iran im Hintergrund

Trump trifft Xi in Peking: Freundschaftsgeste, Handelsfragen — und der Iran im Hintergrund

Zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt besucht ein US-Präsident China. Donald Trump wurde in Peking mit militärischen Ehren empfangen — und legte beim Treffen mit Xi Jinping einen Ton an, der für Schlagzeilen sorgt.

Militärische Ehren, langer Handschlag, große Worte

Vor der Großen Halle des Volkes im Zentrum Pekings empfing Xi Jinping seinen Gast mit militärischem Zeremoniell. Wie oe24 berichtet, schüttelten die beiden Staatschefs einander ausgiebig die Hände, schritten eine Militärformation ab — und Trump applaudierte Kindern, die kleine US-Flaggen schwenkten. Mit dabei war eine hochrangige US-Delegation: Apple-Chef Tim Cook, Tesla-Gründer Elon Musk, Finanzminister Scott Bessent, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Beim Auftakt der Gespräche setzte Trump auf demonstrative Wärme. Die USA und China hätten eine „fantastische“ gemeinsame Zukunft, erklärte er laut oe24. Xi lobte er als „großartige Führungspersönlichkeit“ — und ließ dann einen Satz folgen, der die Beziehung auf den Punkt bringen soll: „Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist: Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.“

Xi seinerseits fragte, ob beide Länder ein „neues Modell für die Beziehungen zwischen Großmächten“ schaffen könnten — und sprach dabei die sogenannte Thukydides-Falle an: die historisch belegte Gefahr, dass eine aufstrebende und eine etablierte Großmacht unweigerlich in Konflikt geraten.

Handel, Iran, Taiwan — die schwierige Agenda

Hinter der zur Schau gestellten Herzlichkeit liegt eine komplexe Tagesordnung. Wie oe24 festhält, sollen die Gespräche Handelsfragen, den Iran-Krieg und die Taiwan-Frage umfassen.

Zum Iran: Außenminister Rubio hatte bereits an Bord der Air Force One klargemacht, dass China „die wichtigste Beziehung ist, die wir pflegen müssen“ — und gleichzeitig gewarnt, dass jede chinesische Unterstützung für den Iran der bilateralen Beziehung schaden würde. China gehört zu den engsten Wirtschaftspartnern Teherans. Das US-Finanzministerium hatte zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die nach US-Angaben illegalen Handel mit dem Iran betreiben.

Zur Taiwan-Frage: China beansprucht die demokratisch regierte Inselrepublik als eigenes Territorium — die USA hingegen unterstützen Taipeh politisch und militärisch, was Peking regelmäßig scharf kritisiert.

Xinhua mahnt zur Stabilität — und zur Nüchternheit

Kurz vor dem Treffen veröffentlichte Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua laut oe24 einen Kommentar, der den Ton vorgab: Die Beziehungen zwischen China und den USA seien „zu wichtig, um zu scheitern“. Ein einziges Treffen werde nicht alle Probleme lösen — es könne aber Kommunikation stärken und Vertrauen wieder aufbauen.

Am Donnerstagabend empfängt Xi den US-Präsidenten zu einem Staatsbankett. Am Freitag folgen noch ein Nachmittags-Tee und ein Arbeitsessen — dann tritt Trump die Heimreise an. Es ist Trumps zweiter China-Besuch als Präsident, nach seinem ersten 2017.

Credits: APA

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