Donald Trump hat erneut für Schlagzeilen gesorgt. In einer seiner typischen Ankündigungen behauptete er, ein trilaterales Gipfeltreffen mit Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj sei in Planung. Doch Moskau ließ nicht lange auf eine Antwort warten – und die fiel alles andere als freundlich aus.
Wie der Kreml-Berater Juri Uschakow im russischen Staatsfernsehen erklärte, habe es „keine konkreten Absprachen“ zwischen Trump und Putin gegeben. „Jetzt reden alle über einen trilateralen Gipfel, aber das ist reine Spekulation“, so Uschakow. Diese Aussage wurde unter anderem vom Spiegel und der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen. Die Botschaft ist klar: Trump hat sich wohl ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Trumps große Versprechen – und die Realität
Im August hatte Trump zunächst Putin in Alaska empfangen und anschließend Selenskyj sowie europäische Verbündete nach Washington eingeladen. Dabei vermittelte er den Eindruck, als stünde ein historisches Treffen zwischen den beiden Kriegsparteien kurz bevor. Doch der Kreml machte schnell klar, dass ein solches Treffen „sehr gut vorbereitet“ sein müsste – was in der Diplomatensprache so viel heißt wie: „Das wird so schnell nicht passieren“. Diese Einschätzung wurde auch von der MDR-Berichterstattung bestätigt.
Die Ukraine und europäische Politiker werfen Russland vor, auf Zeit zu spielen. „Der Kreml gibt sich dialogbereit, verzögert aber Verhandlungen, um den Krieg weiterzuführen“, heißt es aus Kiew. Diese Vorwürfe wurden ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung thematisiert.
Putins Poker: Zeit gewinnen, Krieg verlängern?
Während Trump von „Friedensgesprächen“ träumt, scheint Putin ein anderes Spiel zu spielen. Beobachter werfen Moskau vor, Verhandlungen absichtlich zu verschleppen. „Russland nutzt die Zeit, um seine militärischen Positionen zu stärken“, so ein europäischer Diplomat. Diese Strategie wurde in Berichten des Spiegel und der MDR analysiert. Ziel sei es, den Westen zu ermüden und die Ukraine zermürben.
Doch Trump bleibt optimistisch – oder zumindest so optimistisch, wie es seine Anhänger erwarten. In einem Interview mit dem konservativen Portal Daily Caller sagte er: „Vielleicht werden wir etwas tun.“ Was genau, ließ er offen. Klar ist nur: Die großen Worte des Präsidenten stoßen in Moskau auf taube Ohren.
Ein Gipfel der Illusionen?
Die Idee eines Dreiergipfels klingt verlockend: Trump als Vermittler zwischen Putin und Selenskyj, der große Showdown für den Frieden. Doch die Realität sieht anders aus. Russland hat kein Interesse an schnellen Lösungen, und die Ukraine fordert klare Sicherheitsgarantien, bevor sie sich auf Verhandlungen einlässt. Diese Forderungen wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Spiegel thematisiert.
Währenddessen geht der Krieg weiter. In der Region Kiew starb kürzlich ein Zivilist bei einem russischen Luftangriff, wie die MDR berichtete. Die Frontlinien verschieben sich nur langsam. Die Menschen in der Ukraine können sich von Trumps Versprechen nichts kaufen – sie brauchen Taten, keine Worte.
Credits: APA
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