Washington, Alaska, Moskau – und zurück: Die Welt schaut gebannt auf die diplomatischen Manöver zwischen Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj. Doch statt Frieden gibt es vor allem Chaos, Vorwürfe und große Fragezeichen.
Trump: Der selbsternannte Friedensstifter
Donald Trump, der sich gerne als „Macher“ inszeniert, hat in den letzten Wochen versucht, sich als Architekt eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu präsentieren. Nach einem Treffen mit Putin in Alaska und Gesprächen mit Selenskyj in Washington verkündete er optimistisch: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Doch die Realität sieht anders aus. Wie die NBC News berichten, hat der russische Außenminister Sergej Lawrow klargestellt, dass ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj „nicht geplant“ sei. Der Grund? Eine fehlende Agenda und „unüberbrückbare Differenzen“.
Putin: Der Taktiker mit Zeitgewinn
Während Trump von „Fortschritten“ spricht, scheint Putin vor allem eines zu gewinnen: Zeit. Laut CNN hat Russland in den letzten Tagen seine Angriffe auf die Ukraine intensiviert – ein klares Signal, dass Moskau nicht bereit ist, Zugeständnisse zu machen. Lawrow fordert weiterhin, dass die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichtet und Gebiete abtritt. Selenskyj lehnt dies kategorisch ab. „Putin spielt auf Zeit, während er seine Positionen an der Front stärkt“, analysiert die BBC.
Selenskyj: „Bereit für Gespräche“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht unter immensem Druck. Während Trump und Putin über „Landtausch“ und „Sicherheitsgarantien“ sprechen, fordert Selenskyj härtere Sanktionen gegen Russland und eine klare Unterstützung durch die USA und Europa. „Wir sind bereit für Gespräche, aber nicht um jeden Preis“, betonte er laut NBC News. Doch die Uneinigkeit unter den westlichen Verbündeten erschwert die Lage zusätzlich. Einige EU-Staaten wollen die ukrainische Armee massiv aufrüsten, während die USA sich auf „indirekte Garantien“ beschränken.
Ein Gipfel ohne Gipfel
Die große Frage bleibt: Wird es überhaupt zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommen? Trump selbst scheint unsicher. „Ich werde abwarten, ob meine Anwesenheit nötig ist“, sagte er laut ORF. Doch ohne klare Agenda und mit den aktuellen Spannungen scheint ein Gipfel in weiter Ferne.
Credits: APA
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