US-Präsident Donald Trump hat in einer Pressekonferenz im Weißen Haus ein baldiges Ende der US-Militäraktionen im Iran in Aussicht gestellt. „Vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“, erklärte er am Dienstag. Ein Abkommen mit dem Iran sei dafür nicht notwendig, da die USA sicherstellen würden, dass die Islamische Republik keine Atomwaffen entwickeln könne. Sollte der Iran später erneut versuchen, Atomwaffen zu bauen, werde es „einen Präsidenten wie mich geben, der wieder angreifen wird“, so Trump.
Die Straße von Hormuz: „Nicht unser Problem“
Trump betonte, dass die Sicherung der Straße von Hormuz nach dem Ende der US-Militäraktionen anderen Ländern überlassen werde. „Wir haben keinen Grund, das zu tun“, sagte er und verwies auf Länder wie Frankreich und China, die ihre Tanker selbst schützen müssten. Die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas, ist seit Beginn der Angriffe nahezu blockiert. Dies hat weltweit zu steigenden Energiepreisen geführt.
Umfrage: Mehrheit der Amerikaner für schnellen Abzug
Eine Umfrage von Reuters und Ipsos zeigt, dass 66 Prozent der US-Bürger einen schnellen Abzug der Truppen befürworten, selbst wenn die Ziele der Regierung nicht vollständig erreicht würden. 60 Prozent der Befragten lehnen die Angriffe auf den Iran ab.
Eskalation und internationale Reaktionen
Der Konflikt, der vor fünf Wochen begann, hat sich mittlerweile auf die gesamte Region ausgeweitet. Israel griff das South-Pars-Gasfeld im Iran an, woraufhin der Iran mit Angriffen auf den LNG-Komplex Ras Laffan in Katar reagierte. Laut „Blackoutplaner.de“ sind die Schäden an der globalen Energieinfrastruktur erheblich. Die Straße von Hormuz bleibt weitgehend blockiert, was die Energiepreise weiter in die Höhe treibt.
Verhandlungen oder Propaganda?
Während Trump von „produktiven Gesprächen“ mit dem Iran spricht, dementiert Teheran jegliche Verhandlungen. Laut NPR gibt es jedoch Hinweise auf diplomatische Bemühungen durch Drittstaaten wie Ägypten und die Türkei, die eine Deeskalation anstreben.
Quellen: oe24.at, NPR, The Guardian, Blackoutplaner.de
Credits: APA
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