Da hat sich jemand mächtig was erwartet – und wurde bitter enttäuscht! US-Präsident Donald Trump, der sich nach seiner Vermittlung im Gaza-Konflikt schon als sicherer Friedensnobelpreisträger sah, musste eine herbe Schlappe einstecken. Die prestigeträchtige Auszeichnung ging nicht an ihn, sondern an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. Und die Reaktion aus dem Weißen Haus? Alles andere als diplomatisch.
„Politik über Frieden gestellt“
Die Enttäuschung in Washington ist greifbar. Wie das Nachrichtenportal oe24.at berichtet, fand Trumps Kommunikationschef Steven Cheung klare und scharfe Worte für die Entscheidung aus Oslo. „Das Nobelkomitee hat bewiesen, dass es Politik über Frieden stellt“, polterte Cheung in einer offiziellen Erklärung. Eine unverhohlene Kritik, die zeigt, wie tief der Stachel der Enttäuschung im Trump-Lager sitzt. Man hatte fest mit der höchsten Ehrung für die eigenen diplomatischen Bemühungen gerechnet, insbesondere nach dem jüngsten Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas.
Lobeshymnen für den Chef
Cheung beließ es jedoch nicht bei der Kritik am Komitee. Er nutzte die Gelegenheit, um seinen Chef in den höchsten Tönen zu loben und dessen Verdienste hervorzuheben. „Präsident Trump wird weiterhin Friedensabkommen auf der ganzen Welt schließen, Kriege beenden und Leben retten“, erklärte er weiter. Mit einer fast schon heldenhaften Beschreibung fügte er hinzu: „Er hat das Herz eines Humanitärs, und es wird nie wieder jemanden wie ihn geben, der Berge allein durch seinen Willen versetzen kann.“
Eine Frau stiehlt ihm die Show
Währenddessen würdigte das Nobelkomitee in Norwegen den unermüdlichen Kampf von María Corina Machado. Sie erhält den Preis für ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte in Venezuela. Jørgen Watne Frydnes, der Vorsitzende des Komitees, bezeichnete sie als eine „Schlüsselfigur einer Opposition, die einst tief gespalten war“.
Für Trump ist es nicht das erste Mal, dass er sich Hoffnungen auf den Preis machte. Bereits in den vergangenen Jahren betonte er immer wieder, die Auszeichnung verdient zu haben. Die diesjährige Abfuhr dürfte ihn besonders schmerzen, da sie in eine politisch ohnehin angespannte Phase zwischen den USA und Venezuela fällt. Der Frust im Weißen Haus ist jedenfalls groß – und wird ganz offen zur Schau getragen.
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