US-Präsident Donald Trump steigert die Drohkulisse gegenüber dem Iran auf ein neues Niveau. Beim Osterfest im Weißen Haus nannte er Iraner „Tiere“, kündigte die Zerstörung aller Kraftwerke und Brücken binnen vier Stunden an – und ließ gleichzeitig die Tür für Verhandlungen einen Spalt offen.
„Diese Nacht könnte morgen sein“
Die Worte Trumps am Montag im Weißen Haus ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wie oe24 und t-online übereinstimmend berichten, sagte der US-Präsident: „Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden – und diese Nacht könnte morgen sein.“ Alle Brücken und Kraftwerke des Iran könnten innerhalb von vier Stunden zerstört werden, so Trump. „Jedes Kraftwerk wird vom Netz gehen, brennen, explodieren und nie wieder genutzt werden.“
Auf die Journalistenfrage, ob Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur gegen das Kriegsrecht verstoßen, antwortete Trump laut oe24 knapp: „Darüber mache ich mir keine Sorgen“ – weil die Iraner „Tiere“ seien. Ein Kriegsverbrechen wäre es vielmehr, dem Iran den Besitz einer Atombombe zu erlauben.
Hegseth: Heute mehr Angriffe als je zuvor
Parallel dazu schraubten die USA die militärische Eskalation weiter hoch. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte laut tagesspiegel.de bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: „Heute wird – auf Anweisung des Präsidenten – der größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen. Und dann hat Iran eine Wahl.“ Für Dienstag kündigte er eine weitere Intensivierung an: „Morgen sogar noch mehr als heute.“
Das Ultimatum und seine Geschichte
Trumps Ultimatum an Teheran hat eine kurvenreiche Vorgeschichte. Wie t-online berichtet, hatte der US-Präsident die Frist zur Öffnung der Straße von Hormuz mehrfach verlängert – zuletzt auf Dienstag, 20 Uhr US-Ostküstenzeit, was Mittwoch 2 Uhr MESZ entspricht. Am Ostersonntag hatte er auf Truth Social geschrieben: „Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben.“
Bereits in der Vergangenheit ließ Trump Taten folgen: Die höchste Brücke des Iran, die B1 nahe Teheran, wurde laut tagesspiegel.de bereits bombardiert. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“, kommentierte Trump damals.
Piloten-Rettung und CIA-Täuschung
Ein weiteres Thema der Pressekonferenz war die dramatische Rettung von zwei Besatzungsmitgliedern eines vom Iran abgeschossenen US-Kampfjets. Wie oe24 berichtet, wurden laut Trump mehr als 170 Militärflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen eingesetzt. CIA-Chef John Ratcliffe bestätigte dabei, dass der Geheimdienst „eine Täuschungskampagne ausgeführt hat, um die Iraner zu verwirren.“
Verhandlungen laufen – gleichzeitig
Trotz der Drohkulisse betonte Trump, dass er nicht wolle, dass es zur vollständigen Zerstörung komme. Indirekte Gespräche mit dem Iran über Vermittler liefen, und er glaube, diese verliefen gut, so Trump laut tagesspiegel.de. Wie die Washington Times berichtet, erklärte Trump bei der Pressekonferenz außerdem, Gott stehe auf der Seite der USA in diesem Krieg: „Ich glaube das, weil Gott gut ist.“
Der Iran lehnte das Ultimatum seinerseits formal ab. Die iranische Armee bezeichnete Trumps Aussagen laut tagesspiegel.de als „arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen.“
Credits: APA
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