Trump attackiert Merz: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht“

Trump attackiert Merz: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht“

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz via Truth Social frontal angegriffen – ausgelöst durch Merz‘ Kritik an Trumps Iran-Strategie. Der Ton ist ungewöhnlich scharf.

Was Merz sagte – und was Trump daraus machte

Es begann mit einer Kritik des deutschen Bundeskanzlers. Friedrich Merz hatte Trumps Iran-Politik öffentlich als konzeptlos bezeichnet: Der US-Präsident habe „ganz offensichtlich ohne Strategie“ den Iran-Krieg vom Zaun gebrochen, sagte Merz. „Auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie.“ Und weiter: Teheran demütige die USA.

Das ließ Trump nicht auf sich sitzen. Wie die Weltwoche berichtete, postete der US-Präsident auf Truth Social eine direkte Gegenkritik an Merz: „Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz denkt, es sei in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe hat. Er weiß nicht, wovon er spricht!“ Trump fügte hinzu: „Wenn der Iran eine Atomwaffe hätte, würde die ganze Welt als Geisel gehalten.“ Und: „Ich unternehme gerade etwas im Umgang mit dem Iran, das andere Nationen oder Präsidenten schon vor langer Zeit hätten tun sollen.“

Der Seitenhieb auf Deutschland

Den eigentlichen Stich setzte Trump am Ende seines Posts. Wie die Weltwoche berichtete, verband er seine Kritik an Merz mit einem pauschalen Urteil über Deutschland: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch sonst!“ Eine Formulierung, die in Berlin kaum unbeantwortet bleiben dürfte.

Merz-Trump: Eine komplizierte Beziehung

Die Schärfe des Austauschs ist bemerkenswert – aber kein vollständiger Bruch. Merz hatte Trump nach der US-Wahl zunächst zügig zu seinem Sieg gratuliert und auf eine pragmatische Beziehung gesetzt. Gleichzeitig hat er seit seinem Amtsantritt im März wiederholt betont, Europa müsse verteidigungspolitisch eigenständiger werden und dürfe sich nicht allein auf Washington verlassen. Trumps Reaktion zeigt, dass dieser Kurs in Washington registriert wird – und nicht ohne Kosten bleibt.

Credits: APA

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