Die österreichische Bundesregierung hat kürzlich eine Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel beschlossen. Wie der exxpress berichtet, wird diese Maßnahme als wichtiger Schritt gegen die Teuerung präsentiert. Ein Blick auf die EU zeigt jedoch, dass Österreich trotz der Entlastung weiterhin nur im Mittelfeld liegt.
Vergleich mit anderen EU-Ländern
Laut dem Bericht des exxpress besteuert Österreich den Großteil der Lebensmittel weiterhin mit einem Satz von zehn Prozent. Zwar wurde der Steuersatz für Produkte wie Milch, Butter, Brot und Eier auf 4,9 Prozent gesenkt, doch diese Maßnahme betrifft nur einen Teil des Warenkorbs. In anderen EU-Ländern sind die Steuersätze deutlich niedriger: In Irland und Malta fällt auf Lebensmittel gar keine Mehrwertsteuer an, während Deutschland mit sieben Prozent ebenfalls günstiger liegt. Frankreich, Spanien und Luxemburg bieten ebenfalls niedrigere Sätze als Österreich.
Kritik an der Umsetzung
Besonders kritisch wird laut exxpress gesehen, dass zentrale Produkte wie Fleisch von der Steuersenkung ausgenommen wurden. Dies schmälert die erhoffte Entlastung, insbesondere für Familien und Haushalte mit geringem Einkommen. Zudem bleibt der Großteil der Einkäufe weiterhin mit dem höheren Steuersatz belastet, was den Preisunterschied zu anderen EU-Ländern aufrechterhält.
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht jedoch nicht aus, um Österreich im EU-Vergleich nach vorne zu bringen. Wie der exxpress zusammenfasst, bleibt die Republik trotz der Maßnahme im Mittelfeld und verpasst die Chance auf eine umfassendere Entlastung der Bevölkerung.
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