Trotz größter Budget-Krise: Babler reist zu 657.000-Euro-Kunstevent nach Venedig

Trotz größter Budget-Krise: Babler reist zu 657.000-Euro-Kunstevent nach Venedig

Alle müssen sparen. Alle? Für eine Bewerbungs-Kunstaktion, wie toll der Wiener Wohnbau ist, reisten Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zur Biennale in Venedig. Jetzt liegen die Zahlen zu den Ausgaben vor: Das Kunstevent kostete 657.000 Euro, 109.500 Euro Steuergeld wurden alleine für ein Rahmenprogramm und ein Fest ausgegeben.

Das knallharte Leben der Spitzenpolitiker: Die SPÖ-Leitfiguren Michael Ludwig und Andreas Babler mussten in den sauren Apfel beißen und in Venedig dienstlich anwesend sein. Die Begründung für die Dienstreise in die wunderschöne Lagunenstadt lieferte die Biennale und ein österreichischer Beitrag, der die Wiener Wohnbaupolitik trivial bejubelt und Problembereiche ausklammert. Präsentiert wurde die ganze Werbe-Ausstellung, wie toll Wiens SPÖ den Wohnbau dirigiert, in einem Pavillon, der mit seiner Außenansicht einer überdimensionalen öffentlichen WC-Anlage aus dem Wiener Rathauspark ähnelt.

Die Künstler schreiben dazu über ihr Projekt „Agency For Better Living“: „In Wien ist alles anders. Wien wächst seit Jahren rasant, und dennoch ist es hier leistbar geblieben. Seit dem Roten Wien setzt die Stadt Instrumente gegen Bodenspekulation ein und produziert leistbare Wohnungen.“

Dieses Kunstevent ließen sich der Kunst- und Medienminister mit dem Geld der Steuerzahler schon einiges kosten: Österreichs Beitrags zur Architektur-Biennale 2025 musste mit 657.000 Euro finanziert werden, zitiert dazu die Tageszeitung Heute aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ. Etwas teuer scheint dabei die Bewirtung beim Rahmenprogramm: Dafür flossen allein schon 109.500 Euro. Zumindest das gastronomische Neben-Event dürfte entsprochen haben.

Reisekosten von Babler noch nicht abgerechnet

Wie viel die Reise und der Aufenthalt des Vizekanzlers in Venedig gekostet hat, ist noch nicht veröffentlicht worden: Diese Kosten seien „noch nicht abgerechnet worden“, erfuhr der Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer (FPÖ), der die parlamentarische Anfrage eingebracht hat. Wer Venedig kennt, der weiß, dass auch diese Abrechnung den Blutdruck der Steuerzahler etwas höher treiben könnte.

Wie von exxtra24 berichtet, steht Andreas Babler ohnehin massiv unter Beschuss, weil er – als Ex-Medienchef von Traiskirchen – sich ein Mediencoaching vor einer ORF-Pressestunde im Wert von 6000 Euro gebucht hat, das der Steuerzahler finanzieren musste. Ausgerechnet bei einer Werbe- und Krisenmanagement-Agentur, die von der Ex-Chefredakteurin des SPÖ-Pressedienstes geleitet wird.

Der Österreich-Pavillon bei der Biennale 2025.

Credits: Biennale Agency For Better Living

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

3 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
3
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x