Tödliches Drama im Gemeindebau: Muttermörder stirbt nach Axt-Angriff

Tödliches Drama im Gemeindebau: Muttermörder stirbt nach Axt-Angriff

Ein Fall, der Wien erschüttert: Michael T., der vor 32 Jahren durch den brutalen Mord an seiner eigenen Mutter für Schlagzeilen sorgte, ist tot. Der 59-Jährige kam in seiner Wohnung in einem Döblinger Gemeindebau unter dramatischen und bisher ungeklärten Umständen ums Leben. Ein Gerangel um eine Axt mit einem befreundeten Paar ging dem Tod voraus. Der Fall Michael T. hatte bereits 1993 für Entsetzen gesorgt. Damals erstach er seine Mutter Ildiko, trennte ihr den Kopf ab und legte diesen in der Auslage ihrer Boutique in Wien-Währing ab. Aufgrund seiner diagnostizierten Unzurechnungsfähigkeit wurde er nach nur sechs Jahren aus einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher entlassen. Er durfte das Millionenerbe seiner Mutter antreten, das er jedoch schnell verprasste.

Besuch eskaliert zur Todesfalle

Wie oe24 berichtet, spielten sich die schrecklichen Szenen am vergangenen Montag zur Mittagszeit ab. Michael T., der unter einem neuen Namen lebte, hatte ein befreundetes Ehepaar (70 und 66 Jahre alt) zu sich eingeladen. Die Freunde wussten von der schizophrenen Erkrankung des Gastgebers, aber ob sie seine wahre, mörderische Vergangenheit kannten, ist unklar.

Laut ersten Einvernahmen verhielt sich T. von Beginn an seltsam. Die Wohnung war völlig vermüllt und chaotisch. Plötzlich, während die drei auf einer Couch saßen, soll Michael T. die 66-jährige Frau angegriffen haben. Er zückte eine Axt, die er hinter seinem Rücken versteckt hatte, und ging auf sie los.

Kampf auf Leben und Tod

In einem Akt der Verzweiflung warf sich der 70-jährige Lebensgefährte dazwischen, um seine Partnerin zu schützen. Es entbrannte ein heftiges Handgemenge um die Waffe. Dem Senior gelang es schließlich, den tobenden Angreifer zu Boden zu ringen und zu entwaffnen. Wie das Paar später aussagte, flohen sie „in Todesangst“ aus der Wohnung und alarmierten die Polizei.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, lebte Michael T. noch. Sein Zustand verschlechterte sich jedoch rapide. Alle Wiederbelebungsversuche der alarmierten Rettungskräfte blieben erfolglos. Kurz nach 13 Uhr wurde der Mann, der zusätzlich an einem Krebsleiden im Endstadium gelitten haben soll, für tot erklärt.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Obduktion soll nun klären, ob die Version des Paares, das sich auf Notwehr beruft, den Tatsachen entspricht und was die genaue Todesursache war.

Quellen: oe24

Credits: APA

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