Todes-Garantie für den Diktator: Nordkorea droht bei Kim-Attentat mit sofortigem Atomkrieg

Todes-Garantie für den Diktator: Nordkorea droht bei Kim-Attentat mit sofortigem Atomkrieg

Kim Jong-un fürchtet um sein Leben. Der nordkoreanische Machthaber hat offenbar extreme Angst vor einem gezielten Anschlag. Jetzt greift er zu einer drastischen Maßnahme und verankert eine schockierende Klausel im Gesetz des Landes. Unter Berufung auf Informationen der britische Tageszeitung The Daily Telegraph, hat Nordkorea seine Verfassung geändert. Die neue Regelung besagt: Wenn der Diktator durch einen ausländischen Gegner getötet wird, muss das Militär sofort und automatisch einen nuklearen Vergeltungsschlag ausführen.

Der rote Knopf löst sich von selbst aus

Diese Anpassung im nordkoreanischen Nukleargesetz lässt Beobachter aufhorchen. Wie die Berliner Zeitung berichtet, wurde der Artikel 3 des Gesetzes überarbeitet. Sollte das Kommando- und Kontrollsystem der Nuklearstreitkräfte durch feindliche Angriffe ausgeschaltet oder gefährdet werden, erfolgt der Atomschlag unverzüglich. Das bedeutet: Wer Kim Jong-un ausschaltet, startet zeitgleich einen Atomkrieg. Die südkoreanischen Geheimdienste haben diese beunruhigende Information laut The Daily Telegraph kürzlich bestätigt. Die Änderung soll bereits im März auf einer Sitzung der Obersten Volksversammlung in Pjöngjang verabschiedet worden sein.

Angst vor dem Schicksal der iranischen Führung

Doch warum zieht Kim Jong-un gerade jetzt diese gefährliche Karte? Der Auslöser liegt im Nahen Osten. Wie der Merkur analysiert, versetzte die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei und seiner engsten Berater durch US-amerikanisch-israelische Angriffe den Machthaber in Pjöngjang in Angst und Schrecken.

Der Professor für Geschichte und internationale Beziehungen an der Kookmin-Universität in Seoul, Andrei Lankov, erklärt gegenüber dem Nachrichtenportal Bluewin, dass der Iran ein echter Weckruf für Nordkorea war. Pjöngjang habe die unglaubliche Präzision und Effizienz dieser Angriffe gesehen. Kim Jong-un weiß nun, wie schnell eine gesamte Staatsführung ausgelöscht werden kann. Lankov vermutet, dass der automatische Vergeltungsschlag intern zwar schon länger geplant war, aber durch die offizielle Verankerung in der Verfassung nun extremes Gewicht erhält.

Kim bunkert sich ein und zielt auf Südkorea

Ein direkter Angriff auf Kim Jong-un wäre allerdings deutlich schwerer als im Iran. Nordkorea ist fast vollständig von der Außenwelt abgeriegelt. Laut Bluewin reist der Diktator ohnehin extrem sicherheitsbewusst in gepanzerten Zügen und meidet Flüge. Moderne Überwachung von außen ist in dem Land kaum möglich.

Trotzdem rüstet Kim weiter massiv auf. Wie der Merkur berichtet, verschärft der Diktator parallel den militärischen Druck auf den Nachbarn Südkorea. Nordkorea plant, noch in diesem Jahr eine neuartige 155-Millimeter-Haubitze direkt an der Grenze zu stationieren. Mit ihrer enormen Reichweite hat diese Waffe das Zentrum der südkoreanischen Hauptstadt Seoul direkt im Visier. Die Drohkulisse ist damit so hoch wie selten zuvor.

Quellen: oe24, The Daily Telegraph, Berliner Zeitung, Merkur, Bluewin
Credits: APA

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