Ab 2026 treten in Österreich zahlreiche neue EU-Regeln in Kraft, die das Leben spürbar teurer machen werden. Von neuen Vorschriften fürs Wohnen über Bargeld-Limits bis hin zu strengeren Standards bei Autos, Geräten, Lebensmitteln und Internetdiensten – kaum ein Bereich bleibt verschont. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick.
1. Pflicht-Sanierung bei Altbauten
Hausbesitzer müssen wegen der neuen EU-Gebäuderichtlinie kräftig investieren: mehr Dämmung, neue Fenster und moderne Heizungen. Die Kosten können zwischen 50.000 und 150.000 Euro liegen. Auch für Mieter steigen dadurch langfristig die Wohnkosten.
2. Bargeld-Limit ab 2027
Barzahlungen über 10.000 Euro werden verboten – große Käufe müssen künftig elektronisch abgewickelt werden. Vor allem für Autokäufer oder Antiquitätenfans bedeutet das weniger Freiheit bei der Bezahlung.
3. Ende der Benzin- und Dieselautos
Ab 2035 gibt es praktisch keine neuen Verbrenner mehr. Wer umsteigen will, muss mit teureren E-Autos rechnen – meist 5.000 bis 10.000 Euro mehr als für einen Benziner. Wer sich das nicht leisten kann, muss sein altes Auto länger fahren und öfter in die Werkstatt.
4. Teurere Haushaltsgeräte
Strengere EU-Effizienzstandards sorgen dafür, dass neue Waschmaschinen, Kühlschränke und Heizungen teurer werden. Wer Strom sparen will, muss tiefer in die Tasche greifen, alte Geräte werden durch hohe Strompreise zunehmend zur Kostenfalle.
5. Striktere Lebensmittelkennzeichnung
Die EU setzt auf mehr Transparenz und gesündere Rezepturen. Das führt oft zu weniger Salz und Zucker, aber auch zu höheren Preisen und verändertem Geschmack, weil Hersteller anpassen müssen.
6. Kostenfallen im Netz drohen
Mit dem Digital Markets Act müssen große Tech-Firmen strengere EU-Regeln einhalten. Experten warnen, dass Kosten für Compliance an die Nutzer weitergegeben werden. Dienste, die bisher gratis waren, könnten bald kostenpflichtig werden.
7. KI wird reguliert
Ab August 2026 gelten strenge Regeln für künstliche Intelligenz. Banken und Versicherungen müssen ihre Algorithmen transparenter machen, was zusätzliche Bürokratie und Kosten bedeutet. Am Ende zahlen dafür oft die Kunden – etwa durch höhere Gebühren oder längere Bearbeitungszeiten.
Quellen: exxpress.at
Credits: APA
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