Teure Abkühlung: Grüne fordern jetzt die Eis-Preisbremse

Teure Abkühlung: Grüne fordern jetzt die Eis-Preisbremse

Ein Eis im Sommer – für viele ein süßer Pflichttermin. Doch auch bei unseren deutschen Nachbarn ist der Kugelpreis inzwischen fast so hoch wie die Temperaturen. In manchen Berliner Eisdielen kostet die Portion schon bis zu 2,90 Euro – Streusel nicht mitgerechnet. Nun fordern die Grünen eine „Eispreisbremse“.

Für viele Familien mit kleinem Einkommen ist Speiseeis aus der Eisdiele längst ein Luxus. Laut Statistik gelten 17,4 Prozent der Berliner als arm. Grünen-Abgeordneter Benedikt Lux will mit seinen Kolleginnen Tuba Bozkurt und Marianne Burkert-Eulitz gegensteuern – mit einem Brief an den Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Ihre Forderung: Wenigstens eine Kugel Eis soll für Kinder aus ärmeren Familien nur 50 Cent kosten – pro Laden zumindest eine Sorte.

Benachteiligte Kinder sollen auch Eis schlecken

Die Maßnahme sei freiwillig gedacht, heißt es. Man hoffe auf das Entgegenkommen kleiner Betriebe. „Ein günstigeres Angebot kann auch neue Kunden bringen“, so die Hoffnung. Dabei wissen die Grünen: Auch Eisdielen kämpfen mit steigenden Kosten – von Miete bis Energie. Trotzdem sei Luft nach unten, wenn es darum gehe, auch benachteiligten Kindern den Sommer zu versüßen.

Dehoga-Hauptgeschäftsführer Gerrit Buchhorn zeigt sich gesprächsbereit: „Der Begriff Preisbremse ist eher unglücklich. Aber wenn es um Kinder geht, bin ich offen für Gespräche.“


Credit: Pixabay

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