Teuerung drückt aufs Urlaubsbudget: Jeder Zweite kürzt die Reisedauer

Teuerung drückt aufs Urlaubsbudget: Jeder Zweite kürzt die Reisedauer

Urlaub bleibt für die Österreicher ein Muss – auch in Krisenzeiten. Doch die steigenden Preise zwingen viele dazu, den Gürtel enger zu schnallen. Laut einer aktuellen Umfrage des ÖAMTC planen 94 Prozent der Österreicher zwar einen Sommerurlaub, aber jeder Zweite reduziert die Aufenthaltsdauer.

Sparen, aber nicht verzichten

Wie die ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek erklärt, ist der Wunsch nach Urlaub trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ungebrochen. Doch finanzielle Überlegungen und Sicherheitsbedenken beeinflussen die Planung massiv. Viele greifen zu günstigeren Unterkünften (30 Prozent), reisen in der Nebensaison (22 Prozent) oder sparen bei Restaurantbesuchen und Ausflügen (21 Prozent). Besonders auffällig: Rund 19 Prozent der Befragten verkürzen ihre Urlaubszeit, und die Hälfte verzichtet auf Reisen mit mehr als acht Übernachtungen.

Weniger Geld für die schönste Zeit des Jahres

Das durchschnittliche Urlaubsbudget ist 2026 auf 1.189 Euro pro Person gesunken – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Um die Kosten im Griff zu behalten, setzen 40 Prozent auf Vergleichsplattformen, 32 Prozent nutzen Frühbucherrabatte, und 17 Prozent greifen zu Last-Minute-Angeboten.

Italien und Kroatien bleiben Favoriten

Trotz der hohen Spritpreise bleibt das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel: 69 Prozent der Urlauber setzen auf den eigenen Wagen. Beliebteste Reiseziele sind Italien (19 Prozent) und Kroatien (16 Prozent), gefolgt von Griechenland und Spanien (jeweils 9 Prozent). Doch auch Österreich selbst bleibt attraktiv: Kärnten und die Steiermark führen die Liste der heimischen Reiseziele an.

Urlaub ja, aber mit Sparmaßnahmen

Die Umfrage zeigt deutlich: Die Österreicher lassen sich den Sommerurlaub nicht nehmen, passen ihre Pläne jedoch den finanziellen Gegebenheiten an. Ob kürzere Aufenthalte, günstigere Unterkünfte oder Reisen in der Nebensaison – der Sparurlaub ist 2026 Realität.

Quellen: ÖAMTC-Umfrage, exxpress.at
Credits: APA

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