Terror-Anklage nach Messer-Attentat in Villach: Die Stadt trauert

Terror-Anklage nach Messer-Attentat in Villach: Die Stadt trauert

Am 15. Februar 2025 wurde die Stadt Villach von einem schrecklichen Messerangriff erschüttert. Ein 23-jähriger Syrer, Ahmad G., stach mit einem Klappmesser wahllos auf Passanten ein. Dabei wurde ein 14-jähriger Schüler getötet, fünf weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen. Die Tat, die laut Ermittlungen im Namen des Islamischen Staates (IS) verübt wurde, hat tiefe Wunden in der Stadt hinterlassen.

Der Tathergang: Mut und Tragik

Der Angriff ereignete sich am Hauptplatz von Villach. Laut Zeugen rief der Täter während der Tat „Allahu akbar“. Ein syrischer Essenszusteller zeigte großen Mut, indem er den Angreifer mit seinem Auto stoppte und so Schlimmeres verhinderte. Dennoch war die Tragödie nicht abzuwenden: Ein 14-jähriger Schüler verlor sein Leben, drei der Verletzten mussten intensivmedizinisch behandelt werden.

Ermittlungen und Anklage

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat Anklage wegen Mordes, versuchten Mordes, terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation erhoben. Ahmad G., der sich über TikTok radikalisiert haben soll, hatte sich laut Innenministerium dem IS angeschlossen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden IS-Flaggen gefunden. Der Täter, der seit 2020 in Österreich lebte, droht eine lebenslange Haftstrafe.

Villach in Trauer

Die Stadt Villach reagierte mit einer Trauerwoche. Öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt, schwarze Fahnen wehten an öffentlichen Gebäuden, und ein Gedenkmarsch mit tausenden Teilnehmern fand statt. Am Tatort wurden Kerzen und Blumen niedergelegt, um der Opfer zu gedenken. Die Anteilnahme war überwältigend, und die Stadt zeigte sich in dieser schweren Zeit solidarisch.

Politische und gesellschaftliche Reaktionen

Innenminister Gerhard Karner kündigte anlasslose Überprüfungen von Asylberechtigten an, was kontroverse Diskussionen auslöste. Experten wie der Terrorismusexperte Peter R. Neumann warnten vor einer zunehmenden Radikalisierung durch das Internet. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) verurteilte die Tat scharf und rief zu einem Friedensgebet auf.

Quellen: oe24.at, villach.at, kaernten.orf.at
Credits: APA

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