Tabak, Vignetten, Strafen: Diese Preiserhöhungen treffen Österreich im Februar

Tabak, Vignetten, Strafen: Diese Preiserhöhungen treffen Österreich im Februar

Raucher und Autofahrer aufgepasst: Der Februar bringt spürbare Mehrkosten. Während die Tabaksteuer erneut steigt, müssen sich auch Autobahnnutzer auf höhere Tarife und drastisch verschärfte Strafen einstellen.

Zigarettenpreise klettern weiter nach oben

Ab dem 1. Februar greift die nächste Stufe der Tabaksteuererhöhung. Wie das österreichische Parlament beschlossen hat, steigt der Fixkostenanteil von 83,50 Euro auf 85,50 Euro je 1.000 Zigaretten. Der prozentuale Anteil von 32 Prozent des Kleinverkaufspreises bleibt hingegen unverändert.

Die großen Tabakkonzerne haben bereits reagiert: Japan Tobacco International erhöhte die Preise schon ab 19. Jänner um 30 bis 40 Cent pro Packung. Philip Morris zieht am 2. Februar nach – mit Aufschlägen zwischen 10 und 20 Cent. Eine Packung Marlboro kostet damit erstmals 7 Euro, Camel Blue oder Yellow werden mit 6,80 Euro zu Buche schlagen.

Auch alternative Tabakprodukte werden teurer: Heets-Tabaksticks für IQOS-Geräte kosten ab Februar 6,30 Euro, ein Plus von 10 Cent. Wie das Finanzministerium berichtet, soll die Steuererhöhung rund 100 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen – ein Baustein der geplanten Budgetkonsolidierung.

E-Zigaretten und Nikotinbeutel ab April in der Tabaksteuer

Ab dem 1. April 2026 weitet Österreich die Tabaksteuer erstmals auf E-Liquids und Nikotinbeutel aus. Diese Produkte fallen dann vollständig ins Tabakmonopol und dürfen nur noch über Trafiken und lizenzierte Fachgeschäfte verkauft werden. Für Hanfblüten zum Rauchen und Nikotinbeutel gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028 – danach endet der freie Verkauf außerhalb von Trafiken endgültig.

Besteuert werden sowohl nikotinhaltige als auch nikotinfreie Produkte, da laut den Erläuterungen zum Gesetz beide mit gesundheitlichen Risiken verbunden sind und eine Abgrenzung schwierig wäre.

Vignette 2026: Neue Preise, neue Strafen

Seit 1. Februar läuft offiziell das neue Vignettenjahr. Wie die ASFINAG mitteilt, wurde der Tarif der Jahresvignette um 2,9 Prozent auf 106,80 Euro für Pkw angehoben – ein Plus von drei Euro gegenüber 2025. Für Motorräder werden 42,70 Euro fällig.

Auch die Kurzzeitvignetten verteuern sich: Die 10-Tages-Vignette kostet jetzt 12,80 Euro (Pkw) beziehungsweise 5,40 Euro (Motorrad), die 2-Monats-Vignette 32 Euro (Pkw) oder 13,50 Euro (Motorrad). Neu im Angebot bleibt die ausschließlich digital erhältliche Tagesvignette für 9,60 Euro.

Ersatzmaut massiv erhöht: Aus 120 Euro werden 200 Euro

Die wirklich drastische Änderung betrifft aber die Ersatzmaut. Wer ohne gültige oder mit falsch angebrachter Vignette erwischt wird, zahlt ab sofort 200 Euro statt bisher 120 Euro für Pkw – eine Erhöhung um 67 Prozent. Wie der ÖAMTC informiert, werden auch Motorradfahrer stärker zur Kasse gebeten: 100 Euro statt 65 Euro.

Besonders tückisch: Auch ein simpler Tippfehler beim Kennzeichen bei der digitalen Vignette gilt als Mautvergehen. Die ASFINAG zeigt hier keinerlei Kulanz und behandelt Betroffene wie Mautpreller. Nur eine nachträgliche Korrektur ist möglich, um weitere Zahlungen zu vermeiden.

Wer die Ersatzmaut nicht sofort vor Ort begleichen kann, riskiert eine Anzeige. Der Strafrahmen liegt dann bei 300 bis 3.000 Euro. 2025 registrierte die ASFINAG rund 190.000 Vignettendelikte.

Klimaticket und Wiener Öffi-Tarife bereits gestiegen

Schon im Jänner wurden die Preise für das Klimaticket sowie für Jahreskarten und Parkgebühren in Wien angehoben. Zusammen mit den Februar-Erhöhungen summieren sich die Mehrkosten für viele Haushalte spürbar.

Die Tabaksteuer wird übrigens gestaffelt weiter steigen: 2027 und 2028 sind weitere Erhöhungen geplant. Ab 2027 endet zudem die Ära der Klebevignette vollständig – dann gibt es die Autobahnmaut nur noch digital.

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