Strache-Ex Pia Beck kämpft trotz 18,5-Millionen-Pleite bei Kostad weiter

Strache-Ex Pia Beck kämpft trotz 18,5-Millionen-Pleite bei Kostad weiter

Pia Beck (vormals Philippa Strache) – Geschäftsführerin, ehemalige Nationalratsabgeordnete und Ex-Ehefrau von H.C. Strache sieht positive Perspektive.

Ternitz/Wiener Neustadt – Die Kostad Steuerungsbau GmbH, ein auf Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Ternitz (Bezirk Neunkirchen), hat Insolvenz angemeldet. Wie der Kreditschutzverband KSV1870, AKV und Creditreform am Freitag mitteilten, wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, wie einem KSV-Bericht zu entnehmen ist.

Das 2003 gegründete Unternehmen zählt zu den Pionieren der E-Mobilität in Österreich und ist auch in den Bereichen Automatisierungstechnik, Schaltschrankbau und Softwareentwicklung tätig. Die Passiva belaufen sich auf rund 18,5 Millionen Euro, betroffen sind laut Angaben bis zu 150 Gläubiger sowie 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Insolvenzursachen (Schuldnerangaben)

Laut KSV1870 Informationen soll es seit März 2024 zu einer Trendumkehr in der Branche gekommen sein. Dies hätte dazu geführt, dass das Unternehmen den eigenen Mitarbeiterstand von 80 auf nunmehr 46 reduzieren musste. Im dritten Quartal 2024 kam es dann zu einer Absatzkrise, welche insbesondere aus einer gewissen Zurückhaltung im öffentlichen und halböffentlichen Bereich resultieren soll. Letztlich musste die Schuldnerin mit ihrem Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens auf die aktuelle Situation reagieren.

Geschäftsführerin Pia Beck sieht positive Perspektive

„Ich wurde vor zwei Monaten als Sanierungsexpertin in das Unternehmen geholt und führe gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer Dzijan Oliver die Geschäfte“, erklärt Pia Beck auf telefonische Anfrage von exxtra24.at.

Sie betont, dass der Betrieb uneingeschränkt weiterläuft:

„Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden behalten, und auch die Produktion läuft wie gewohnt weiter.“

Ausblick

Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Eine Sanierung des Unternehmens soll durch Einstieg eines Investors gelingen. Entsprechende Vorgespräche sollen dazu schon geführt worden sein. „Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern im Rahmen des beantragten Sanierungsverfahrens eine Sanierungsplanquote von 20 %, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme. Hierbei handelt es sich vorerst lediglich um das erste Formalangebot. Es wird nun zu prüfen sein, ob die angebotene Quote angemessen und erfüllbar ist“, so Peter Stromberger vom KSV1870.

Quellen:
https://www.ksv.at/presse/bevorstehende-insolvenzfaelle/kostad-steuerungsbau-gmbh-insolvenz-beantragt
https://www.akv.at/akv-newsroom/presse/insolvenz-kostad-steuerungsbau-gmbh

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