Während die Wiener unter steigenden Gebühren und Abgaben ächzen, zeigt ein Blick in die Förderberichte der Stadt Wien, dass das Geld offenbar locker sitzt – allerdings nicht unbedingt für die eigenen Bürger. Wie der exxpress berichtet, flossen im Jahr 2025 Millionenbeträge in Projekte, die bei vielen für Stirnrunzeln sorgen.
Millionen für fragwürdige Projekte
Insgesamt hat die Stadt Wien im Vorjahr satte 937 Millionen Euro an Förderungen ausgeschüttet. Dabei gingen die Gelder an über 715.000 Vereine, Organisationen und Privatpersonen. Doch nicht alle Projekte scheinen auf den ersten Blick sinnvoll. So erhielt etwa der Verein „Freunde des Pornografischen Films“ 15.000 Euro, während die Feuerwehrjugend und der Katastrophenhilfsdienst Wien mit vergleichsweise mageren 32.500 Euro abgespeist wurden. Auch der Verein zur Förderung gendersensibler Bubenarbeit durfte sich über 79.000 Euro freuen.
Bienen in Afrika und Brot im Kongo
Besonders brisant: Während in Wien von Sparmaßnahmen die Rede ist, fließen Gelder in Projekte rund um den Globus. So wurden 30.866,97 Euro für ein Bienenzucht-Projekt in Burkina Faso bereitgestellt, bei dem 50 Frauen zu Imkerinnen ausgebildet werden sollen. Laut dem Bericht des exxpress ist Bienenzucht in der Region bisher kaum verbreitet.
Doch das ist noch nicht alles: 40.000 Euro gingen an den „Aksanti“-Verein, der eine Schulbäckerei im Kongo unterstützt. Und auch in Bhutan wurde investiert – 37.117 Euro flossen in ein Ausbildungsprojekt für inhaftierte Jugendliche.
Kritik an der Stadtregierung
Die Förderpolitik der Stadt Wien sorgt für heftige Kritik. FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp bringt es auf den Punkt: „In Wien ist Geld für die ganze Welt da… aber die eigenen Leute werden schamlos ausgesackelt. Gebühren, Abgaben und Preise explodieren.“ Tatsächlich fühlen sich viele Wiener angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten im Stich gelassen.
Credits: APA
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