Ein kurzes Aufatmen – und dann der Schock! Die Spritpreisbremse, die erst am 2. April in Kraft trat, hat sich als Strohfeuer entpuppt. Bereits 24 Stunden später schossen die Preise an Österreichs Tankstellen wieder in die Höhe. Autofahrer sind entsetzt, und die Verwirrung um die Maßnahmen der Regierung sorgt für hitzige Diskussionen.
Warum die Spritpreisbremse nicht hält
Die gesetzliche Spritpreisbremse sollte eigentlich für eine Entlastung von 10 Cent pro Liter sorgen. Doch wie das Wirtschaftsministerium gegenüber oe24 erklärte, basiert die Berechnung auf einem Durchschnittswert der Tage vom 27. März bis 1. April – und nicht auf den aktuellen Preisen. Das Ergebnis: Viele Tankstellen senkten die Preise nicht wie erwartet.
Karfreitag bringt die nächste Preiserhöhung
Kaum war die Freude über die gesunkenen Preise da, folgte am Karfreitag die Ernüchterung. Laut den gesetzlichen Regelungen dürfen die Preise drei Mal pro Woche angehoben werden – und genau das geschah. Die Großhandelsnotierungen für Diesel stiegen laut Argus um über 200 Dollar pro Tonne, was die Preise an den Zapfsäulen in die Höhe trieb.
Lokalaugenschein: Autofahrer zahlen bis zu 18 Cent mehr
Ein Lokalaugenschein von oe24 zeigt: Die Preise für Diesel und Benzin sind vielerorts um bis zu 18 Cent gestiegen. Die Spritpreisbremse, die für Entlastung sorgen sollte, wurde damit de facto ausgehebelt. Besonders betroffen sind Pendler und Vielfahrer, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Ein Blick auf die Zahlen
Trotz der jüngsten Erhöhungen zeigt der allgemeine Trend, dass die Preise rund um den 2. April leicht gesunken sind. Laut E-Control lag der Medianpreis für Diesel an diesem Tag bei 2,132 Euro pro Liter, während Superbenzin im Schnitt 1,748 Euro kostete. Doch diese Zahlen sind für viele Autofahrer nur ein schwacher Trost angesichts der erneuten Teuerung.
Quellen: oe24.at, Argus
Credits: APA
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