Sprit-Wahnsinn zu Ostern: ARBÖ rechnet mit Tankstellen ab

Sprit-Wahnsinn zu Ostern: ARBÖ rechnet mit Tankstellen ab

Die neue Spritpreisbremse sollte uns alle an der Zapfsäule entlasten. Doch die Realität sieht völlig anders aus. Der Unmut über die explodierenden Kosten für Diesel und Benzin ist riesig. Der ARBÖ übt nun scharfe Kritik an den Tankstellenbetreibern und fordert sofortige Lösungen von der Politik.

Die Preisbremse verpufft sofort

Eigentlich klang der Plan der Regierung gut. Das Wirtschaftsministerium verkündete, dass ab dem 2. April eine Preissenkung von insgesamt 10 Cent pro Liter greifen soll, wie das Ministerium offiziell berichtet. Doch pünktlich zum Karfreitag stiegen die Preise rasant an. Der Liter Diesel kostet mittlerweile über 2,3 Euro. Die versprochene Entlastung war somit innerhalb von nur 24 Stunden völlig verschwunden.

„Es herrscht Chaos“

Der ARBÖ findet für diese Preisexplosion klare Worte. „Die Steigerung beim Diesel ist wirklich enorm. Es herrscht ein Chaos und ist alles nicht transparent“, sagt ARBÖ-Experte Sebastian Obrecht. Er vermutet, dass die enorme Nachfrage durch den Reiseverkehr rund um Ostern die Preise weiter nach oben treibt. Benzin ist davon etwas weniger stark betroffen, da Super 95 besser verfügbar ist.

Scharfe Kritik an neuen Tank-Regeln

Um die wilden Preissprünge zu stoppen, hat die Regierung eine weitere Neuerung eingeführt. Tankstellen dürfen ihre Preise künftig nur noch an drei Tagen in der Woche anheben – nämlich am Montag, Mittwoch und Freitag. Preissenkungen bleiben jedoch weiterhin jederzeit erlaubt.

Der Automobilclub sieht diese Maßnahme äußerst kritisch. ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig befürchtet, dass Tankstellen nun auch seltener ihre Preise senken werden, wie die Website des ARBÖ meldet. Er nennt die neue Regelung einen Schuss nach hinten, der den Autofahrern am Ende des Tages nicht wirklich hilft.

Steuern müssen sinken

Der ARBÖ sieht nun die Politik in der Pflicht. Autofahren ist kein Luxus, sondern für viele Menschen eine absolute Notwendigkeit, um täglich zur Arbeit zu kommen. ARBÖ-Präsident Peter Rezar fordert daher ein sofortiges Aus für die CO2-Steuer sowie eine deutliche Senkung der Mehrwertsteuer auf Treibstoffe. Das klare Ziel muss ein Treibstoffpreis von 1,50 Euro sein. Ob die Regierung auf diese Forderung eingeht, bleibt abzuwarten. Wir Autofahrer können vorerst nur hoffen, dass sich die Preise bald wieder beruhigen.

Quellen: oe24.at, arboe.at, adac.de, heute.at, salzburg24.at, bmwet.gv.at

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