Österreichs Autofahrer warten sehnsüchtig auf Entlastung an den Zapfsäulen. Die Regierung hat eine groß angelegte Spritpreisbremse angekündigt, die ab dem 1. April 2026 für volle Tanks und vollere Geldtaschen sorgen soll. Doch kurz vor dem erhofften Startschuss herrscht große Unsicherheit in Wien. Der fest eingeplante Preisnachlass von zehn Cent pro Liter könnte sich in letzter Sekunde verzögern.
Der Plan für billigeres Tanken
Die Grundidee der Politik klingt für alle Pendler vielversprechend. Wie berichtet, will die Regierung an zwei Hebeln ansetzen: Die Mineralölsteuer soll um fünf Cent gesenkt werden. Gleichzeitig will man die Gewinnmargen der großen Ölkonzerne um weitere fünf Cent einfrieren. Das Parlament hat für dieses Vorhaben bereits grünes Licht gegeben, wie parlament.gv.at offiziell bestätigt. Die Autofahrer sollen diesen Rabatt direkt an der Kasse spüren.
Verwirrung in den Ministerien
Doch anstatt Vorfreude macht sich jetzt Nervosität breit. Laut oe24 wird im Wirtschaftsministerium noch immer hektisch an den letzten technischen Details der Verordnung gefeilt. Hinter verschlossenen Türen steht sogar im Raum, dass die Bremse nicht am 1., sondern erst am 2. April in Kraft tritt. Für die Tankstellenbetreiber im ganzen Land ist diese Hängepartie eine echte Zumutung.
Warnung der Wettbewerbshüter
Ein weiteres großes Fragezeichen schwebt über den kleinen Betrieben. Kleine Tankstellennetze mit weniger als 30 Standorten sind zwar von der strengsten Margenbegrenzung ausgenommen, müssen aber sinkende Preise trotzdem sofort an die Kunden weitergeben. Hier schlagen Experten Alarm. Natalie Harsdorf, die Chefin der Bundeswettbewerbsbehörde, mahnte bereits eindringlich zur Vorsicht. Wenn unabhängige Tankstellen gezwungen sind, ihren Sprit unter den eigenen Kosten zu verkaufen, droht vielen der Ruin. Die Regierung steht nun unter massivem Zugzwang, das Chaos rasch zu ordnen.
Quellen: oe24, FAZ, meinbezirk.at, parlament.gv.at, oegb.at, durchblicker.at
Credits: APA
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