SPÖ im Dauertief: Babler kämpft mit den schlechtesten Werten der Parteigeschichte

SPÖ im Dauertief: Babler kämpft mit den schlechtesten Werten der Parteigeschichte

Die SPÖ steckt in einer Umfragekrise, die kein Ende findet. Seit Monaten bewegt sich die Partei unter Andreas Babler auf historisch niedrigem Niveau – und auch die aktuellen Zahlen geben keinen Anlass zur Entwarnung. In der brandaktuellen Lazarsfeld-Sonntagsfrage für oe24.at kommt die SPÖ auf 19 Prozent, während Parteichef Babler in der Kanzlerfrage mit 8 Prozent weit abgeschlagen auf Platz vier liegt.

Von 21 auf 19: Der schleichende Absturz

Beim Nationalratswahlergebnis im September 2024 holte die SPÖ noch 21,1 Prozent – und das galt damals bereits als historisch schwaches Ergebnis. Seitdem ging es bergab. Wie oe24.at berichtet, erreichte die Partei im Herbst 2025 mit 17 Prozent erstmals ein Allzeittief in der Lazarsfeld-Reihe. Den absoluten Tiefpunkt markierte dann die Erhebung vom 24. Februar 2026: 16 Prozent – der schlechteste Wert, den die SPÖ je in dieser Umfrage verzeichnet hatte. Wie exxpress.at festhält, lagen die Roten damit mehr als fünf Prozentpunkte unter ihrem ohnehin schwachen Wahlergebnis.

Seither hat sich die Lage etwas stabilisiert – von einer echten Erholung kann aber keine Rede sein. In der aktuellen Lazarsfeld-Sonntagsfrage für oe24.at liegt die SPÖ bei 19 Prozent, gleichauf mit der ÖVP. Die FPÖ dominiert mit 38 Prozent – und ist damit allein so stark wie ÖVP und SPÖ zusammen, wie politpro.eu auf Basis der Lazarsfeld-Daten dokumentiert.

Kanzlerfrage: Babler hinter Meinl-Reisinger und Gewessler

Besonders bitter für die SPÖ ist das Abschneiden in der Kanzlerfrage. Wie exxtra24.at unter Berufung auf oe24.at berichtet, würden nur noch 8 Prozent der Befragten Babler direkt zum Kanzler wählen – womit er hinter NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Grünen-Chefin Leonore Gewessler auf Platz vier zurückfällt. FPÖ-Chef Herbert Kickl dominiert die Kanzlerfrage mit 36 Prozent und hat damit laut oe24.at seinen persönlichen Rekordwert in der Lazarsfeld-Reihe erreicht.

Strukturelle Krise, kein Ausrutscher

Die Ursachen des SPÖ-Tiefs sind tiefergehend als eine kurzfristige Stimmungsschwäche. Wie exxtra24.at unter Berufung auf eine OGM-Längsschnittanalyse berichtet, verlor die SPÖ seit 2022 rund 500.000 Wähler – ein Drittel ihrer einstigen Unterstützung. Die Abwanderung verteile sich quer durch alle Schichten: Berufstätige, Pensionisten, Männer und Frauen gleichermaßen.

Beim SPÖ-Bundesparteitag am 7. März 2026 wurde Babler zwar als Parteichef bestätigt – allerdings nur mit 81,51 Prozent und damit deutlich schwächer als bei seinem vorigen Antritt mit 88,8 Prozent, wie exxtra24.at berichtet. Meinungsforscher Peter Hajek brachte das strukturelle Problem gegenüber die-nachrichten.at auf den Punkt: Ein Personalwechsel allein löse die Probleme der SPÖ nicht – inhaltliche Kursänderungen seien dringend notwendig.

Ampel verliert Mehrheit

Die SPÖ-Schwäche hat direkte Konsequenzen für die Stabilität der Regierung. Wie oe24.at auf Basis der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage berechnet, kämen ÖVP (20 %), SPÖ (19 %) und NEOS (7 %) zusammen nur noch auf 87 Mandate im 183-köpfigen Nationalrat – fünf Sitze weniger als die für eine Mehrheit nötigen 92.

Credits: APA

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