Das Sparpaket der Regierung hat seinen politischen Preis. Eine brandaktuelle Lazarsfeld-Umfrage im Auftrag von oe24 zeigt: Die FPÖ feiert einen doppelten Rekord – und die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS hätte bei einer Neuwahl keine parlamentarische Mehrheit mehr.
FPÖ bei 38 Prozent – Rekord in der Lazarsfeld-Reihe
Wie oe24.at unter Berufung auf die aktuelle Lazarsfeld-Sonntagsfrage berichtet, kommt die FPÖ diese Woche auf 38 Prozent – und stellt damit ihren bisherigen Höchstwert in dieser Umfrage-Reihe ein. Wie Apollo News berichtet, verbesserte sich die Partei damit gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt und erreicht den stärksten Wert des Jahres in der Lazarsfeld-Zeitreihe. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl im September 2024 hatte die FPÖ laut Wikipedia 28,8 Prozent geholt und war damit zwar stärkste Kraft geworden, blieb aber von der Regierungsbildung ausgeschlossen.
Kanzlerfrage: Kickl lässt Stocker und Babler weit hinter sich
Wie oe24.at weiter berichtet, gibt es einen zweiten Rekord: Parteichef Herbert Kickl erreicht in der Kanzlerfrage erstmals 36 Prozent – ein persönlicher Höchstwert in der Lazarsfeld-Reihe, bisher lag sein Maximum bei 34 Prozent. Davon weit entfernt: Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kommt laut der Umfrage auf 13 Prozent, Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf gerade einmal 8 Prozent.
Ampel klar ohne Mehrheit
Für die Regierungsparteien liest sich die Umfrage düster. Wie oe24.at auf Basis der Lazarsfeld-Erhebung berichtet, kommt die ÖVP auf 20 Prozent, die SPÖ fällt auf 19 Prozent zurück, die NEOS liegen bei 7 Prozent. Gemeinsam käme die Ampelkoalition damit auf 87 Mandate im 183-köpfigen Nationalrat – fünf Sitze zu wenig für eine parlamentarische Mehrheit, die 92 Mandate erfordert. Damit hätte die Regierung rechnerisch keine Mehrheit mehr.
Zulegen können hingegen die Grünen, die mit 11 Prozent inzwischen vier Prozentpunkte vor den NEOS liegen – und damit in der Opposition klarer als die Pinken punkten.
Sparpaket als Treiber
Der Hintergrund des FPÖ-Höhenflugs ist laut oe24.at klar: Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung, die ab 2027 wirken – und die auch Pensionisten empfindlich treffen – schlagen voll auf die Stimmungslage durch. Die FPÖ als Oppositionspartei muss die unpopulären Entscheidungen nicht mittragen und profitiert davon direkt. Wie aus dem aggregierten PolitPro-Wahltrend hervorgeht, liegt die FPÖ seit über drei Jahren kontinuierlich an erster Stelle – der Abstand zu den Verfolgern ist nicht nur stabil, sondern strukturell gewachsen.
Credits: APA
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