Ab Dienstag wird es in Österreich wieder ernst: Die seit Wochen stockenden Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft eskalieren weiter. Wie bereits angekündigt, legen die Beschäftigten erneut die Arbeit nieder – und das gleich für drei Tage, von Dienstag bis Donnerstag. Betroffen sind zahlreiche Einrichtungen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.
Gewerkschaften erhöhen den Druck
Nach dem Scheitern der vierten Verhandlungsrunde in der Nacht auf Freitag ist die Geduld der Arbeitnehmerseite endgültig am Ende. Die Gewerkschaften GPA und vida fordern weiterhin eine Lohnerhöhung von vier Prozent für die rund 130.000 Beschäftigten. Bereits Anfang Dezember gab es erste Warnstreiks, doch die Arbeitgeberseite bleibt hart. „Die Arbeitgeber verwechseln eine Kollektivvertragsverhandlung offenbar mit einer Selbsthilfegruppe“, kritisierte GPA-Verhandlerin Eva Scherz scharf.
Arbeitgeber: „Kein Spielraum“
Die Arbeitgeberseite zeigt sich zwar verständnisvoll, verweist jedoch auf die schwierigen Rahmenbedingungen. Yvonne Hochsteiner, Chefverhandlerin der Sozialwirtschaft Österreich, betonte, dass es in diesem Jahr nicht um große Spielräume gehe, sondern darum, das Erreichte zu sichern. Das letzte Angebot: eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,3 Prozent ab April 2026 – für die Gewerkschaften ein Tropfen auf den heißen Stein.
Wie geht es weiter?
Ein Abschluss der Verhandlungen ist in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten. Die nächste Verhandlungsrunde ist erst für Jänner angesetzt. Bis dahin bleibt die Situation angespannt, und die Beschäftigten machen mit Streiks und Demonstrationen weiter Druck.
Quellen: oe24.at, APA
Credits: APA
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