Sorgenkind Pension: Steigende Zuschüsse und wachsende Herausforderungen

Sorgenkind Pension: Steigende Zuschüsse und wachsende Herausforderungen

Die staatlichen Zuschüsse zur Pensionsversicherung werden bis 2030 erstmals über vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen. Während der Anteil 2018 noch bei 2,45 Prozent lag, wird er laut Prognose auf 4,23 Prozent anwachsen. Die Vorsitzende der Alterssicherungskommission, Christine Mayrhuber, betonte gegenüber der APA, dass „rasch wirkende Maßnahmen“ notwendig seien, um die Einnahmen und Ausgaben der Pensionsversicherung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Mehr Pensionisten, höhere Kosten

Die Zahl der Pensionisten wird bis 2030 um rund 120.000 steigen, was die Ausgaben weiter in die Höhe treibt. Bereits jetzt machen die Bundesmittel mehr als 30 Prozent der Gesamtaufwendungen der Pensionsversicherungsträger aus – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 21,8 Prozent im Jahr 2018.

Finanzierbarkeit bleibt kritisch

Ein weiteres Problem ist die Entwicklung der Beitragsgrundlagen im Vergleich zu den Durchschnittspensionen. Während die Pensionen im Beobachtungszeitraum stärker stiegen als die Beitragsgrundlagen, wird dieser Trend auch in Zukunft anhalten. Der Deckungsgrad der gesetzlichen Pensionsversicherung sinkt von 73,14 Prozent im Jahr 2024 auf 69,7 Prozent im Jahr 2030.

Forderung nach einem „Plan B“

Mayrhuber fordert angesichts dieser Entwicklungen einen belastbaren „Plan B“. Trotz des von der Regierung vorgesehenen Nachhaltigkeitsmechanismus und geplanter Reformen ab 2035 seien zusätzliche Überlegungen notwendig, um die langfristige Finanzierbarkeit des Systems zu sichern.

Quellen: oe24.at, APA

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