Skikurse für Schüler: Eltern am Limit – Lehrer fordern Hilfe!

Skikurse für Schüler: Eltern am Limit – Lehrer fordern Hilfe!

Die steigenden Kosten für Schulskikurse und Wintersportwochen bringen immer mehr Familien in Österreich an ihre finanziellen Grenzen. Paul Kimberger, oberster Lehrervertreter der FCG, schlägt Alarm: „Viele Eltern können oder wollen sich die Ausgaben für Ausrüstung, Liftkarten und Quartiere nicht mehr leisten“, erklärte er gegenüber der APA.

Unterstützung? Ja, aber zu wenig!

Zwar gibt es finanzielle Hilfen von Bund und Ländern, doch diese reichen laut Kimberger bei weitem nicht aus. Er fordert eine umfassende Strategie von Bildungs- und Sportpolitik, um Schulveranstaltungen wie Skikurse zu retten. „Solche Aktivitäten stärken die Klassengemeinschaft und sind gerade in Zeiten von Smartphones und Tablets wichtiger denn je“, betont der frühere Sportlehrer.

Regierung hat das Problem erkannt

Die schwarz-rot-pinke Koalition hat das Thema bereits auf ihre Agenda gesetzt. Im Regierungsprogramm ist ein „Konzept zur Rettung der Schulsportwochen“ vorgesehen, das auch innovative Maßnahmen beinhalten soll. Wintersportwochen werden dabei besonders hervorgehoben, um Österreichs Status als „Skination Nummer eins“ zu sichern.

Eltern zahlen bis zu 700 Euro

Laut einer Schulkostenstudie der Arbeiterkammer (AK) gaben Eltern im Schuljahr 2023/24 durchschnittlich 400 Euro für mehrtägige Schulveranstaltungen aus. Bei älteren Schülern können die Kosten für einen Skikurs jedoch auf bis zu 700 Euro steigen. Seit Jahren kritisieren Elternvertreter diese hohen Beträge.

70-Prozent-Klausel als Hürde

Ein weiteres Problem: Die sogenannte 70-Prozent-Klausel. Seit der Abschaffung der Teilnahmepflicht an mehrtägigen Schulveranstaltungen in den 1990er-Jahren müssen mindestens 70 Prozent einer Klasse teilnehmen, damit die Veranstaltung stattfindet. Diese Regelung wird mittlerweile großzügig ausgelegt, indem Klassen zusammengelegt werden. Dennoch fordert die Servicestelle Schulsportwochen eine Überarbeitung der Regelung.

Bundesländer im Vergleich

Die Situation variiert stark zwischen den Bundesländern. Während in Kärnten immer weniger Skitage registriert werden, verzeichnet Tirol Rekordzahlen dank erweiterter Förderungen. In Oberösterreich werden die Kosten für Liftkarten übernommen, was die Teilnahmequote auf 89 Prozent steigen ließ. In Vorarlberg hingegen sinkt die Beteiligung trotz Vergünstigungen weiter.

Quellen: oe24.at, APA
Credits: APA

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