Skandalöser Welpenhandel: Steiermark sagt Tierquälerei den Kampf an!

Skandalöser Welpenhandel: Steiermark sagt Tierquälerei den Kampf an!

Linz/Graz – Es ist ein düsteres Kapitel, das sich hinter verschlossenen Türen abspielt: Der illegale Welpenhandel boomt und bringt unvorstellbares Tierleid mit sich. Auf der diesjährigen Landestierschutzreferentenkonferenz in Linz hat die Steiermark unter der Leitung von Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer ein klares Zeichen gesetzt. Mit einem zentralen Antrag fordert die Steiermark Maßnahmen auf Bundes- und EU-Ebene, um diesen grausamen Machenschaften endlich Einhalt zu gebieten.

Tierleid in osteuropäischen Vermehrer-Stationen

Wie Landesrat Hannes Amesbauer betont, ist der illegale Welpenhandel nichts anderes als „systematische, organisierte Tierquälerei“. In osteuropäischen Vermehrer-Stationen werden Muttertiere unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Eingepfercht in enge Käfige, werden sie regelmäßig gedeckt, um den Markt mit Billigwelpen zu überschwemmen. Die Jungtiere werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt, mit gefälschten Papieren und ohne Impfschutz nach Österreich geschmuggelt. Viele dieser Tiere erkranken schwer und stellen ein Risiko für andere Tiere dar.

„Die Netzwerke hinter diesem Handel agieren grenzüberschreitend und sind für die Behörden schwer greifbar“, erklärt Amesbauer. Deshalb fordert er gezielte Schulungen für Zoll, Grenzschutz und Polizei sowie rechtliche Verschärfungen auf EU-Ebene.

Qualzucht: Ein weiteres Problem

Doch nicht nur der Welpenhandel steht im Fokus. Auch das Thema Qualzucht sorgt für Diskussionen. Obwohl die neue Qualzuchtkommission seit Anfang 2025 aktiv ist, fehlen laut Amesbauer klare Verordnungen, die den Behörden als Grundlage dienen. „Das Qualzuchtverbot darf kein zahnloser Papiertiger bleiben“, mahnt der Landesrat. Einheitliche Leitlinien und eine bundesländerübergreifende Einstufung qualzuchtrelevanter Merkmale seien dringend notwendig.

Einstimmige Unterstützung für die Steiermark

Die Anträge der Steiermark wurden auf der Konferenz einstimmig angenommen – ein klares Signal an Bund und EU. „Tierschutz ist kein Randthema, sondern eine bedeutsame gesellschaftliche Aufgabe“, betont Amesbauer. Klare Regeln, wirksame Kontrollen und die Unterstützung von Tierschutzorganisationen seien der Schlüssel, um das Tierwohl nachhaltig zu verbessern.

Quelle: Landesregierung Steiermark

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x