Österreich sagt der „Shrinkflation“ den Kampf an! Was viele Konsumenten schon lange ärgert, wird jetzt gesetzlich geregelt: Hersteller und Supermärkte müssen künftig offenlegen, wenn Verpackungen gleich groß bleiben, der Inhalt aber schrumpft. Ein Gesetzesentwurf sorgt für Aufsehen.
Verpackung bleibt, Inhalt schwindet
Wer kennt es nicht? Die Lieblingsschokolade sieht aus wie immer, doch beim Öffnen folgt die Enttäuschung: weniger Inhalt, gleicher Preis. Dieses Phänomen, bekannt als „Shrinkflation“, hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Marken wie Milka und Iglo gerieten bereits in die Kritik. Doch damit soll jetzt Schluss sein! Laut einem Bericht der „Presse“ plant das Wirtschaftsministerium ein Gesetz, das Supermärkte verpflichtet, solche Änderungen klar zu kennzeichnen.
Transparenz für Konsumenten
Wie die „Presse“ berichtet, sollen Supermärkte künftig mit auffälligen Hinweisen – ähnlich wie in Frankreich – auf Produkte aufmerksam machen, deren Inhalt reduziert wurde. Dort sind seit Juli 2024 orangefarbene Schilder Pflicht, die den neuen Preis pro Gramm oder Liter ausweisen. Ein Vorbild, das nun auch in Österreich Schule machen soll. Das Ziel: mehr Transparenz und Schutz für Konsumenten.
Strafen bis zu 15.000 Euro
Doch was passiert, wenn sich Hersteller oder Händler nicht an die neuen Regeln halten? Laut „Heute“ drohen saftige Strafen von bis zu 15.000 Euro. Kleine Greißler sollen jedoch von der Regelung ausgenommen werden. Die SPÖ fordert sogar noch härtere Maßnahmen: „Die aktuellen Strafen schrecken niemanden ab“, so die stellvertretende Klubvorsitzende Julia Herr. In Deutschland und Frankreich sind die Strafen deutlich höher – bis zu 25.000 Euro pro Verstoß.
Gesetz ab 2026 in Kraft
Der Gesetzesentwurf wird am Dienstag im Ministerrat behandelt und soll bereits 2026 in Kraft treten. Wie „Heute“ berichtet, ist das Ziel klar: „Shrinkflation“ soll für Konsumenten auf den ersten Blick erkennbar sein. Die Regierung will damit das Vertrauen in den Lebensmittelhandel stärken und Haushalte entlasten.
Quellen: DiePresse, heute.at
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