Ein Händedruck, ein Lächeln und viele warme Worte: Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin bot reichlich Inszenierung, aber wenig Substanz.
Ein Treffen mit viel Show, aber ohne Deal
Am Flughafen von Anchorage rollte Trump den roten Teppich aus, applaudierte Putin und schüttelte ihm demonstrativ lange die Hand. Die beiden stiegen gemeinsam in Trumps gepanzerte Limousine, das sogenannte „Beast“. Doch hinter der Fassade der Freundschaft blieb das Treffen inhaltlich enttäuschend. Wie die „Tagesschau“ berichtet, gab es keine konkreten Ergebnisse, insbesondere keine Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe im Ukraine-Krieg.
Putin lobt Trump – und bleibt vage
Putin nutzte die Bühne, um die „historischen Beziehungen“ zwischen Russland und den USA zu betonen. Er dankte Trump für dessen Bemühungen zur Konfliktlösung in der Ukraine, blieb jedoch ebenso unkonkret wie sein amerikanischer Gesprächspartner. Laut „Deutschlandfunk“ sprach Putin von „ersten Schritten“, ohne Details zu nennen.
Trump: „Kein Deal, bis es einen Deal gibt“
Trump zeigte sich gewohnt optimistisch und sprach von einem „extrem produktiven Treffen“. Doch auch er blieb vage. „Wir sind ziemlich nah an einem Deal“, sagte er in einem Interview mit Fox News, betonte jedoch, dass die Ukraine zustimmen müsse. „Schließ den Deal ab“, riet er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Russland sei eine „sehr große Macht“, die Ukraine nicht.
Europäische Verbündete enttäuscht
Während Trump und Putin in Alaska die Kameras genossen, verfolgten die europäischen Verbündeten das Treffen mit Skepsis. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Vorfeld betont, dass eine Waffenruhe Voraussetzung für Verhandlungen sei. Doch von einer solchen war nach dem Gipfel keine Rede. Laut „Tagesschau“ blieb auch Trumps Drohung mit „schwerwiegenden Konsequenzen“ für Russland folgenlos.
Nächstes Treffen in Moskau?
Zum Abschluss des Treffens schlug Putin vor, das nächste Gipfeltreffen in Moskau abzuhalten. Trump reagierte mit einem Grinsen: „Das wird mir wohl etwas Ärger einbringen.“ Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Für den Moment bleibt der Eindruck, dass das Treffen mehr Show als Substanz war.
Credits: APA
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