Sensation in der Krebsforschung: Österreichische Forscher vor dem Durchbruch!

Sensation in der Krebsforschung: Österreichische Forscher vor dem Durchbruch!

Ein neuer Hoffnungsschimmer für Millionen von Krebspatienten weltweit kommt aus Österreich! Forscher aus Graz stehen vor einem bahnbrechenden Durchbruch im Kampf gegen eine der heimtückischsten Begleiterscheinungen von Krebs: dem dramatischen Gewichtsverlust, der sogenannten Kachexie. Ein neu entwickelter Wirkstoff, der in Tierversuchen bereits sensationelle Erfolge zeigte, könnte das Leben unzähliger Betroffener verlängern und ihnen wertvolle Zeit im Kampf gegen den Tumor schenken.

Der heimliche Killer: Wenn der Körper verfällt

Für mehr als die Hälfte aller Krebspatienten beginnt ein zweiter, zermürbender Kampf: Obwohl sie genug essen, baut ihr Körper unaufhaltsam Fett und Muskeln ab. Diese Auszehrung, medizinisch Kachexie genannt, ist eine eigenständige Krankheit, die die Lebenserwartung drastisch senkt. Bisher gab es dagegen keine wirksame Therapie. „Selbst bei Infusionen würde der Tumor Signale aussenden, die dem Körper Nahrungsmangel vermitteln und den Abbau von Reserven anregen“, erklärt Martina Schweiger vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz in einer Aussendung. Die Patienten werden immer schwächer, während der Krebs weiter wütet.

Ein Botenstoff als Übeltäter entlarvt

Dem Team um die Grazer Wissenschaftler gelang nun das schier Unglaubliche. In einem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt identifizierten sie einen entscheidenden Schuldigen: den Botenstoff Interleukin-6 (IL-6). Wie die Forscher herausfanden, wird dieses Signalmolekül von den Krebszellen produziert und löst im Körper den fatalen Abbau von Muskelgewebe aus.

Durch einen „Glücksfall“, wie es die Forscher nennen, konnten sie Krebszellen, die Kachexie auslösen, mit solchen vergleichen, die es nicht tun. Das Ergebnis war eindeutig. „Nach der Entfernung von IL-6 aus den Krebszellen und auch aus dem Blutkreislauf induzierten die zuvor kachexigenen Tumoren keine Kachexie mehr“, so Schweiger. Der Schlüssel im Kampf gegen den Verfall war gefunden.

Neue Waffe stoppt Gewichtsverlust in Studien

Auf Basis dieser Erkenntnis wurde in Zusammenarbeit mit einem Partner aus China eine mögliche Behandlung entwickelt. Ein Wirkstoff, eine chemisch veränderte Variante eines Schmerzmittels, zeigte im Tierversuch verblüffende Wirkung: Er senkte den gefährlichen IL-6-Spiegel im Blut. Der Gewichtsverlust konnte gestoppt und die Überlebensrate sogar erhöht werden – selbst unter den harten Bedingungen einer Chemotherapie.

Derzeit läuft bereits eine erste klinische Studie am renommierten Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles mit Patienten, die an fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden. Das große Ziel ist, den Gewichtsverlust zu bremsen, damit den Ärzten mehr Zeit bleibt, den eigentlichen Krebs zu behandeln. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der dank der österreichischen Forscher nun eine entscheidende Wende nehmen könnte.

Quelle: oe24

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