In der beschaulichen Stadt Sinzig in Rheinland-Pfalz spielten sich am Freitagvormittag Szenen ab, die an einen Actionfilm erinnerten. Eine Geiselnahme in einer Volksbankfiliale hielt die Polizei und die Anwohner stundenlang in Atem. Am Ende stürmten Spezialeinsatzkräfte (SEK) die Bank – die Täter jedoch entkamen.
Der Morgen des Schreckens
Gegen 9 Uhr morgens wurde die Polizei alarmiert: Mehrere Täter hatten die Bankfiliale in der Innenstadt betreten und Geiseln genommen. Unter den Opfern befand sich auch der Fahrer eines Geldtransporters, der offenbar vor der Bank abgefangen wurde. Die Polizei sperrte die gesamte Innenstadt großräumig ab, ein Hubschrauber kreiste über dem Einsatzort. „Für Bürger außerhalb der Absperrung bestand keine Gefahr“, betonte ein Polizeisprecher.
Zugriff nach sechs Stunden
Nach stundenlangem Warten und einer „statischen Lage“, wie die Polizei es beschrieb, griffen die Spezialeinheiten schließlich ein. Zwei Geiseln wurden unverletzt aus einem verschlossenen Raum befreit. Doch die Täter hatten offenbar bereits zuvor den Tatort verlassen. Wie ihnen die Flucht gelang, bleibt ein Rätsel. Eine Fahndung im Nahbereich blieb bislang erfolglos.
Fragen bleiben offen
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Weder die genaue Zahl der Täter noch deren Motiv sind derzeit bekannt. Auch zu möglichen Waffen machten die Behörden keine Angaben. „Wir müssen abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, erklärte ein Polizeisprecher.
Schock für die Anwohner
Die Geiselnahme sorgte in der Kleinstadt mit rund 17.000 Einwohnern für große Aufregung. „Ich wollte einkaufen gehen, da war direkt alles abgesperrt“, berichtete ein älterer Anwohner. Ein Café-Betreiber erzählte, wie er seinen Laden innerhalb von fünf Minuten räumen musste. „So etwas hätte ich hier nie erwartet“, sagte er sichtlich erschüttert.
Die Jagd geht weiter
Während die befreiten Geiseln betreut werden, bleibt die Frage, wie die Täter unbemerkt entkommen konnten. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Quellen: oe24.at, tagesschau.de, br.de, zdfheute.de, morgenpost.de
Credits: APA
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