Schülerlaptops: Strengere Jugendschutz-Regeln für mehr Sicherheit

Schülerlaptops: Strengere Jugendschutz-Regeln für mehr Sicherheit

Die Digitalisierung an Österreichs Schulen schreitet voran – und mit ihr auch der Schutz der jüngsten Internetnutzer. Ab sofort sollen Schülerlaptops nicht nur im Schulnetzwerk, sondern auch unterwegs besser vor ungeeigneten Inhalten geschützt werden. Wie das Bildungsministerium bekannt gab, werden Apps und Websites mit radikalen, verstörenden oder pornografischen Inhalten künftig automatisch blockiert – selbst im Fastfood-Restaurant oder im Zug.

Eltern bekommen mehr Kontrolle

Die neuen Sicherheitsmaßnahmen, die seit Ende März auf über 600.000 Schülergeräten installiert werden, bieten Eltern zusätzliche Möglichkeiten. Neben dem sogenannten „Basisschutz“ können sie individuell Webfilter und App-Sperren aktivieren oder sogar die Bildschirmzeit begrenzen. „Die Verwaltung bleibt jedoch bei den Schulen, um technische Probleme schnell lösen zu können“, erklärte Martin Bauer, Chief Digital Officer des Bildungsministeriums, gegenüber der APA.

Probleme der Vergangenheit

Bisher sorgten Schutzprogramme oft für Chaos: Kinder konnten während Schularbeiten ihre Laptops nicht nutzen, weil Eltern nicht erreichbar waren, um Sperren aufzuheben. Mit dem neuen Modell gehört das der Vergangenheit an. Schulen können Geräte nun direkt entsperren oder im Notfall zurücksetzen.

Appell an die Eltern

Das Bildungsministerium betont jedoch, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen. Eltern sollen ihre Kinder aktiv bei der Nutzung der Geräte begleiten und klare Regeln aufstellen. „Keine Software ersetzt die Verantwortung der Eltern“, heißt es in einem offiziellen Schreiben.

Quellen: oe24.at, Die Presse, NÖN, Der Standard, News, Heute

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