Schüler-Rekord: Gymnasien platzen aus allen Nähten – Zahlen explodieren!

Schüler-Rekord: Gymnasien platzen aus allen Nähten – Zahlen explodieren!

Es wird eng in Österreichs Klassenzimmern! Das neue Schuljahr 2024/25 bringt einen massiven Ansturm auf unser Bildungssystem. Die neuesten Daten zeigen eine klare Tendenz: Unsere Schulen sind so voll wie lange nicht mehr. Besonders in den Gymnasien herrscht drangvolle Enge, denn hier jagt ein Rekord den nächsten.

Insgesamt drückten zu Schulbeginn 1.185.525 Kinder und Jugendliche die Schulbank. Das ist ein sattes Plus von 13.100 Schülern im Vergleich zum Vorjahr, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. Wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte, ist dieser Trend ungebrochen.

Ansturm auf die AHS-Unterstufe

Besonders drastisch ist die Lage in den Gymnasien. Die AHS-Unterstufe verzeichnet einen historischen Höchststand. Noch nie wollten so viele Kinder ins Gymnasium wie heute. Konkret sind es 125.375 Schüler, die aktuell eine AHS-Unterstufe besuchen. Das ist nicht nur ein neuer Rekord, sondern setzt einen Trend fort, der bereits seit dem Schuljahr 2013/14 anhält.

Innerhalb von zehn Jahren sind die Zahlen in diesem Bereich um satte 11,1 Prozent nach oben geschossen. Während die Oberstufen stabil bleiben oder sogar leichte Rückgänge verzeichnen, rennen Eltern und Kinder den Unterstufen-Gymnasien sprichwörtlich die Türen ein. Auch die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) verzeichnen erstmals wieder ein Plus von 0,7 Prozent.

Migration als Haupttreiber

Doch woher kommt dieser plötzliche Zuwachs? Die Experten haben eine klare Antwort. Wie Manuela Lenk, die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, in einer Aussendung erklärt, ist der Anstieg fast ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen: „Diese Zuwächse sind überwiegend auf die gestiegene Zahl von Schulkindern mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen.“

Ein Blick auf die Volksschulen macht diese Entwicklung besonders deutlich. Hier gab es ein Plus von 1,9 Prozent (7.100 Kinder). Wie oe24 unter Berufung auf die Statistiker berichtet, hat sich die Zahl der ausländischen Volksschulkinder in den letzten zehn Jahren von rund 44.800 auf fast 89.500 nahezu verdoppelt.

Deutschförderung als Mammutaufgabe

Die Integration im Klassenzimmer bleibt damit eine gewaltige Herausforderung für die Lehrkräfte. In den Volksschulen gelten mittlerweile 40.698 Kinder als „außerordentliche Schüler“ – das heißt, sie können dem Unterricht aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend folgen. Das sind 10,8 Prozent aller Volksschüler, wie der ORF berichtet.

Rund die Hälfte dieser Kinder muss in eigenen Deutschförderklassen unterrichtet werden, der Rest in parallelen Förderkursen. In den Mittelschulen entspannt sich die Lage bei den Deutschkenntnissen hingegen leicht: Hier sank der Anteil der außerordentlichen Schüler auf 3,0 Prozent.

Es wird noch voller

Ein Ende des Ansturms ist vorerst nicht in Sicht. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten unter Berufung auf die Prognosen der Statistik Austria schreiben, werden die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2029/30 weiter ansteigen – um voraussichtlich weitere 3 Prozent. Erst danach dürfte sich die Lage aufgrund geburtenschwächerer Jahrgänge langsam wieder entspannen. Bis dahin heißt es in vielen Schulen wohl weiterhin: Zusammenrücken!

Quelle: Statistik Austria, ORF, OÖN, oe24
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x