Am Mittwoch entbrannte im Nationalrat ein lautstarker Schlagabtausch, als Neos-Klubobmann Yannick Shetty die FPÖ für ihre Nähe zu Russland kritisierte. Besonders im Fokus stand die ehemalige Außenministerin Karin Kneissl, die während ihrer Amtszeit Wladimir Putin zu ihrer Hochzeit eingeladen hatte. Kneissl, die mittlerweile in Russland lebt, wurde von Shetty als Symbol für die problematische Russland-Politik der FPÖ dargestellt. Diese Vorwürfe führten zu lautstarken Zwischenrufen von FPÖ-Klubchef Herbert Kickl und Abgeordneter Dagmar Belakowitsch.
Außenministerin: Europa muss sich emanzipieren
Die aktuelle Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) nutzte ihre Redezeit, um die Abhängigkeit Europas von den USA zu thematisieren. Sie sprach von einer „Illusion“, dass die USA dauerhaft für Europas Sicherheit sorgen würden. Stattdessen forderte sie eine stärkere Eigenständigkeit Europas, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch. „Wir brauchen Allianzen mit Lateinamerika, Asien und Afrika“, betonte sie und rief zu mehr Einheit innerhalb der EU auf.
Europa als Vorbild
Meinl-Reisinger hob hervor, dass Europa trotz aller Herausforderungen der „beste Ort zum Leben“ sei. Sie forderte jedoch mehr Handlungsfähigkeit und Einigkeit innerhalb der EU, um global auf Augenhöhe agieren zu können. „Wir sind die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt“, erinnerte sie und plädierte für eine Verteidigungsunion, die Europas Sicherheit eigenständig gewährleisten könne.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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