Schock-Umfrage: ÖVP-Absturz trotz Spritpreisbremse

Schock-Umfrage: ÖVP-Absturz trotz Spritpreisbremse

Die aktuellen Umfragewerte sind ein Schlag ins Kontor der Koalition: Die ÖVP fällt hinter die SPÖ zurück, während die Freiheitlichen unangefochten an der Spitze bleiben.


ÖVP verliert drei Punkte – und rutscht auf Platz drei

Die neue Sonntagsfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24, für die zwischen 23. und 31. März 2026 insgesamt 2.000 Personen befragt wurden (maximale Schwankungsbreite 2,2 Prozent), liefert der Kanzlerpartei harte Zahlen. Wie oe24 berichtet, verliert die ÖVP unter Bundeskanzler Christian Stocker satte drei Prozentpunkte und kommt nur noch auf 18 Prozent. Damit fällt sie hinter die SPÖ zurück, die mit einem Punkt Plus auf 19 Prozent kommt – und landet auf dem dritten Platz.

Das ist besonders brisant, weil der Absturz trotz der gerade erst angelaufenen Spritpreisbremse erfolgt, dem von der Regierung groß beworbenen Prestigeprojekt zur Entlastung an der Zapfsäule. Die erhoffte Stimmungsaufhellung blieb aus – im Gegenteil.

FPÖ: Unangreifbar bei 36 Prozent

An der Spitze ändert sich nichts. Die FPÖ unter Herbert Kickl hält stabil bei 36 Prozent und liegt damit uneinholbar vor allen anderen Parteien. Bemerkenswert: Dieser Höhenflug hält an, obwohl zwei der der FPÖ ideologisch nahestehenden Staatsmänner – Donald Trump in Washington und Wladimir Putin in Moskau – für globale Unruhe, steigende Energiepreise und internationale Unsicherheit verantwortlich zeichnen. Der Wähler straft die FPÖ dafür nicht – er scheint ihr die Krisenstimmung sogar anzurechnen.

Wie oe24 schreibt, gelingt es Kickl, sich als der Mann zu positionieren, der „unser Geld für unsere Leut'“ fordert – und je unruhiger die Weltlage, desto besser funktioniert diese Erzählung.

Grüne und NEOS: Stabil im Mittelfeld

Die Grünen halten bei 11 Prozent, die NEOS legen einen Punkt auf 8 Prozent zu und nähern sich damit ihrem Wahlergebnis wieder an. Dennoch bleiben sie drei Punkte hinter den Grünen – für eine Regierungspartei kein beruhigender Befund.

Was die Zahlen für die Koalition bedeuten

Die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS käme laut dieser Umfrage auf 45 Prozent – und würde damit rechnerisch knapp über der Mehrheit liegen, wenngleich mit denkbar geringem Puffer. Die FPÖ allein kommt auf 36 Prozent und wäre bei einer Wahl die mit Abstand stärkste politische Kraft des Landes.


Credits: APA

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