Schock um Immobilien-Mogul: Hallmann beantragt Privatinsolvenz

Schock um Immobilien-Mogul: Hallmann beantragt Privatinsolvenz

Der österreichische Immobilien-Tycoon Klemens Hallmann hat die Wirtschaftswelt überrascht: Der 48-jährige Unternehmer beantragte beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Wie oe24.at berichtet, stellte Hallmann am Montag den entsprechenden Antrag auf ein Schuldenregulierungsverfahren.

30 Prozent für die Gläubiger

Die Details des Antrags zeigen das Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten: Den Gläubigern wird lediglich eine Quote von 30 Prozent angeboten. Das bedeutet, dass sie auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten müssen. Hallmann will die Kontrolle über die Abwicklung behalten und strebt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung an.

Der Plan sieht vor, dass Vermögenswerte geordnet verkauft werden sollen, um die bescheidene Gläubigerquote von 30 Prozent zu bedienen. Für viele Gläubiger dürfte das ein herber Schlag sein.

„Toxisches Marktumfeld“ als Hauptschuldiger

In der Begründung für den drastischen Schritt spricht Hallmann von einem „außergewöhnlich herausfordernden und toxischen Marktumfeld“. Besonders die angespannte Lage auf den Kapital- und Immobilienmärkten sowie Veränderungen im Finanzierungsumfeld hätten die Situation verschärft, wie oe24.at unter Berufung auf die Antragsunterlagen berichtet.

Die Immobilienbranche kämpft seit Monaten mit steigenden Zinsen und einer schwächelnden Nachfrage. Viele Projekte sind ins Stocken geraten, Finanzierungen schwieriger geworden.

Holding bleibt verschont

Interessant ist, was nicht betroffen ist: Die HALLMANN Holding, in der Hallmann seine großen Beteiligungen gebündelt hat, bleibt vom Sanierungsverfahren verschont. Diese Struktur könnte sich als strategisch klug erweisen, da seine wichtigsten Unternehmensbeteiligungen damit geschützt bleiben.

Transparenz als Rettungsanker

Hallmann betont, dass es ihm um ein „transparentes, geregeltes Verfahren“ gehe, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Die Interessen der Gläubiger sollen bestmöglich gewahrt werden. Ob die angebotenen 30 Prozent dafür ausreichen, werden die kommenden Verhandlungen zeigen.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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