Schock in Koblenz: Afghane soll Elfjährige in Förderschule missbraucht haben

Schock in Koblenz: Afghane soll Elfjährige in Förderschule missbraucht haben

Ein Kind geht zur Toilette. Zwanzig Minuten vergehen. Als eine Klassenkameradin nachschaut, ist das Mädchen traumatisiert. Was an der Hans-Zulliger-Schule im rheinland-pfälzischen Koblenz-Lützel Ende April passiert sein soll, lässt eine Stadt nicht mehr los.

Was an jenem 28. April geschah

Der Vorfall soll sich laut Junge Freiheit am 28. April 2026 an der Hans-Zulliger-Schule ereignet haben – einer Einrichtung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Das Mädchen verließ kurz den Unterricht, um zur Toilette zu gehen. Eine Klassenkameradin bemerkte, dass es etwa zwanzig Minuten ausblieb.

Messer, Trauma, Schweigen

Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll der 20-jährige Nassar S. gemeinsam mit einem Komplizen in das Schulgebäude eingedrungen sein und dem Mädchen auf der Toilette aufgelauert haben. Familienanwalt Bilal Colak gab laut Junge Freiheit an, dass einer der Männer das Kind mit einem Messer bedrohte, während der andere es festhielt. Das traumatisierte Mädchen sprach zunächst nicht über das Erlebte – wie lokalo.de berichtete, vertraute es sich erst Tage später seiner Schwester an, woraufhin die Familie sofort Anzeige erstattete.

Festnahme nach Bürgeraktion – Mittäter flüchtig

Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll eine Gruppe Jugendlicher den Wohnort des Hauptverdächtigen ausfindig gemacht und umstellt haben, bis die Polizei eintraf. Nassar S. sitzt seither – laut Junge Freiheit seit Anfang Mai – in Untersuchungshaft. Der zweite Verdächtige ist weiterhin flüchtig; die Staatsanwaltschaft ermittelt aktiv nach ihm.

Vorgeschichte und weitere Anzeigen

Nassar S. war kein Unbekannter. Wie der SWR berichtete, war der arbeitslose 20-Jährige bereits wegen unerlaubten Besitzes einer Schreckschusswaffe zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie die Oberstaatsanwaltschaft Koblenz laut Junge Freiheit mitteilte, liegt zudem eine weitere Strafanzeige gegen ihn wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts vor. Mehrere Eltern aus dem Stadtteil bestätigten der Bild, dass S. und sein mutmaßlicher Mittäter im Viertel als Unruhestifter bekannt gewesen seien und gezielt junge Mädchen angesprochen haben sollen.

Staatsanwaltschaft bestätigt Nationalität

Lange schwiegen die Behörden zur Herkunft des Tatverdächtigen. Wie Focus Online berichtete, bestätigte die Staatsanwaltschaft Koblenz inzwischen, dass es sich beim Hauptverdächtigen um einen afghanischen Staatsbürger handelt. Die Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern laufen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei warnt vor Falschmeldungen

Wie lokalo.de berichtete, warnte die Polizei Koblenz ausdrücklich davor, ungesicherte Meldungen, Namen oder Bilder in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Hintergrund waren nicht autorisierte Fahndungsaufrufe, die teils Personen zeigten, die mit der Tat nichts zu tun haben sollen. Wer Bilder oder Namen realer Personen unerlaubt veröffentlicht, macht sich strafbar.

Solidarität in der Stadt

Koblenz reagiert mit Bestürzung und Mitgefühl. Wie lokalo.de berichtete, nahm eine Gruppe junger Menschen am Deutschen Eck ein Video auf und richtete die Botschaft „Wir stehen hinter dir“ an das betroffene Mädchen. Auch ein Spendenaufruf für rechtlichen Beistand wurde ins Leben gerufen.

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x