US-Vizepräsident JD Vance hat kürzlich in einem Interview mit Fox News klargemacht, dass die USA „fertig“ sind mit der Finanzierung des Ukraine-Kriegs. „Wir sind durch mit dem Finanzierungsgeschäft rund um den Ukraine-Krieg“, sagte Vance laut The Hill. Sein Ziel sei nun, „eine friedliche Lösung herbeizuführen“, die den Konflikt endlich beendet.
Damit setzt Vance ein deutliches Zeichen, dass Washington keine weiteren Milliarden an Hilfen für Kiew bereitstellen will – ein Bruch mit der bisherigen US-Politik, die seit Kriegsbeginn 2022 massive Waffen- und Finanzlieferungen an die Ukraine geleistet hat. Wie die Bild-Zeitung berichtet, bekräftigte Vance: „Kein amerikanisches Geld mehr für ukrainische Waffen.“
Frieden ja, aber zu welchem Preis?
Vance räumt zugleich ein, dass ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine kaum beiden Seiten gerecht werden könne. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, sagte er: „Es wird wahrscheinlich niemanden wirklich glücklich machen.“ Er verweist auf geplante Gespräche zwischen den Präsidenten Putin und Selenskyj, die in Alaska stattfinden sollen, um eine Verhandlungsbasis zu schaffen.
Der US-Vizepräsident macht klar, dass die USA sich aus der direkten Finanzierung zurückziehen und stattdessen Europa stärker in die Verantwortung nehmen wollen. Dies bestätigt auch n-tv, die schreiben, dass die USA die finanzielle Unterstützung für die Ukraine beenden wollen.
Kritik und Kontroversen
Die Ankündigung sorgt für heftige Diskussionen. Kritiker warnen, dass ein Abbruch der US-Hilfen die Ukraine in einer kritischen Phase schwächen könnte. Schon Anfang 2025 hatte die Trump-Administration die Militärhilfe vorübergehend ausgesetzt, was damals als taktische Maßnahme bewertet wurde, wie Politico berichtet.
Vance signalisiert nun eine grundsätzliche Kehrtwende: Er bezeichnet die Ukraine-Unterstützung als „Kriegsgeschäft“, das die USA nicht mehr mittragen wollen – eine Haltung, die auch in konservativen Kreisen Zustimmung findet. Wie der Blick festhält, teilt auch Ex-Präsident Trump diese Ansicht.
USA setzen auf Verhandlungen
Trotz des Stopps der finanziellen Hilfen betont Vance, dass die USA weiter an einer diplomatischen Lösung arbeiten. Laut der Tagesschau bemühen sich die USA, Gespräche zwischen Putin und Selenskyj zu organisieren, um den Friedensprozess voranzubringen.
Ob diese Verhandlungen Erfolg haben, bleibt ungewiss. Experten warnen, dass kaum eine Seite mit einem Kompromiss zufrieden sein wird. Für die USA scheint jedoch klar: Der militärische Schulterschluss ist vorbei, jetzt zählt nur noch Diplomatie.
Diese Entwicklung wird die transatlantischen Beziehungen und die Zukunft des Ukraine-Konflikts stark beeinflussen. Wie lange Europa die Hauptlast der Unterstützung tragen kann, ist offen. Eins steht aber fest: Die Zeit unbegrenzter US-Hilfe für die Ukraine ist vorbei.
Credits: APA
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