Schluss mit TikTok und Co.: Regierung dreht Kindern den Social-Media-Hahn zu!

Schluss mit TikTok und Co.: Regierung dreht Kindern den Social-Media-Hahn zu!

Österreich greift durch: Die Regierung hat sich auf ein strenges Social-Media-Verbot für alle unter 14 Jahren geeinigt. Schluss mit endlosem Scrollen auf Instagram, TikTok, Snapchat und Facebook. Was für viele Jugendliche wie ein Albtraum klingt, soll sie eigentlich vor der Suchtspirale der großen Tech-Giganten schützen. Doch hinter den Kulissen brodelt es bereits gewaltig.

Das Aus für die digitale Dauerbeschallung

Die Pläne sind konkret: Kinder sollen künftig nicht mehr allein den Algorithmen der sozialen Netzwerke ausgeliefert sein. Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) präsentierten den harten Kurs. Bis Ende Juni soll ein fertiger Gesetzesentwurf auf dem Tisch liegen. In Kraft treten könnte das Gesetz laut oe24.at allerfrühestens im ersten Quartal 2027, da auch die EU grünes Licht geben muss.

Doch Digitalstaatssekretär Pröll will nicht so lange warten. Wie ORF.at meldet, drängt er auf eine Umsetzung am liebsten noch in diesem Jahr. Vorbild ist dabei Australien, wo die Plattformen selbst in die Pflicht genommen werden und bei Verstößen Millionenstrafen zahlen müssen.

Streit um den Datenkraken

Während die ÖVP aufs Tempo drückt, bremst der Koalitionspartner. Die NEOS warnen laut ORF.at massiv vor einer gigantischen Datensammlung nach australischem Vorbild. Sie fordern eine sichere, europäische Lösung wie die „eID“, die allerdings erst 2027 flächendeckend einsatzbereit sein dürfte. Mit dieser Technik würden die Plattformen nur ein simples „Ja“ oder „Nein“ zur Altersabfrage erhalten, ohne wertvolle Nutzerdaten abzugreifen. Die FPÖ wettert unterdessen laut ORF.at gegen die Pläne und spricht von reiner Zensur.

Schul-Revolution: Mehr Computer, weniger Latein

Der digitale Umbruch macht auch vor den Klassenzimmern nicht Halt. Der Lehrplan wird ab dem Schuljahr 2027/28 kräftig umgekrempelt. Das neue Pflichtfach „Medien und Demokratie“ soll den Schülern beibringen, wie sie Desinformation und Fake News erkennen. Zudem wird „Informatik und Künstliche Intelligenz“ aufgestockt.

Dafür muss ein echter Klassiker bluten: Latein. In der AHS-Oberstufe werden die Lateinstunden gekürzt, um Platz für die neuen Fächer zu schaffen.

Harte Hand auch abseits des Internets

Neben dem Social-Media-Verbot zieht die Regierung auch an anderen Stellen in den Schulen die Zügel an. Auf Schüler und Eltern kommen massive Änderungen zu. Dazu zählen ein strenges Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren und saftige Geldstrafen von bis zu 800 Euro für Eltern, die sich bei Problemen querstellen. Zudem wird die Sommerschule für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen absolute Pflicht. Österreichs Jugend muss sich auf eine völlig neue Realität einstellen – online und offline.

Quellen: oe24.at, ORF.at, Vienna.at
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x