Schärfer, strenger, sicherer: Das neue Waffengesetz sorgt für Aufsehen!

Schärfer, strenger, sicherer: Das neue Waffengesetz sorgt für Aufsehen!

Nach dem tragischen Amoklauf in Graz zieht die Regierung die Reißleine: Österreich bekommt das schärfste Waffengesetz seiner Geschichte. Doch was bedeutet das für Waffenbesitzer und -käufer?

Ein Gesetz, das Geschichte schreibt

Am 10. Juni 2025 erschütterte ein Amoklauf in Graz das ganze Land. Ein 21-Jähriger tötete mit legal erworbenen Waffen zehn Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Reaktion der Regierung ließ nicht lange auf sich warten: ÖVP, SPÖ und NEOS einigten sich auf eine massive Verschärfung des Waffengesetzes. „Wir bringen heute die größte Waffenrechtsverschärfung seit Bestehen auf den Weg“, erklärte SPÖ-Sicherheitssprecher Maximilian Köllner laut ORF.

Altersgrenzen und psychologische Tests: Was sich ändert

Die neuen Regelungen treffen vor allem junge Waffenbesitzer hart. Das Mindestalter für Pistolen und Revolver (Kategorie B) wird von 21 auf 25 Jahre angehoben. Für Langwaffen wie Flinten und Büchsen (Kategorie C) gilt künftig ein Mindestalter von 21 Jahren. Doch das ist nicht alles: Jeder, der eine Waffenbesitzkarte beantragt, muss ein psychologisches Gutachten vorlegen – und das alle fünf Jahre erneuern. „Damit wollen wir sicherstellen, dass nur psychisch stabile Personen Zugang zu Waffen haben“, so die Regierung.

Rückwirkende Regelungen: Ein harter Schlag für Waffenbesitzer

Besonders brisant: Die neuen Regeln gelten rückwirkend. Wer seit dem 1. Juni 2025 eine Waffenbesitzkarte für Kategorie-B-Waffen erhalten hat, muss die verschärften psychologischen Tests nachholen. Für Kategorie-C-Waffenbesitzer erstreckt sich die Rückwirkung sogar auf zwei Jahre. „Das trifft vor allem jene, die sich nach der Ankündigung der Gesetzesverschärfung noch schnell mit Waffen eingedeckt haben“, berichtet die „Krone“.

„Abkühlphase“ und Verkaufsverbot: Schluss mit Impulskäufen

Ein weiteres Novum ist die Einführung einer vierwöchigen Wartefrist beim Kauf von Schusswaffen. Diese sogenannte „Abkühlphase“ soll verhindern, dass Waffen aus einer Laune heraus gekauft werden. Zudem dürfen Privatpersonen künftig keine Waffen mehr verkaufen – das bleibt registrierten Händlern vorbehalten.

Kritik und Lob: Die Meinungen gehen auseinander

Während die Grünen die Verschärfungen begrüßen und sogar noch strengere Regeln fordern, gibt es auch kritische Stimmen. Der Waffenrechtsexperte Raoul Wagner bezeichnet die Anhebung des Mindestalters als „Anlassgesetzgebung“. „Es gibt keinen Grund, warum ein 25-Jähriger besser mit einer Waffe umgehen kann als ein 21-Jähriger“, so Wagner gegenüber der „Krone“.

Ein Gesetz mit Signalwirkung

Mit dem neuen Waffengesetz will Österreich ein Zeichen setzen – nicht nur im eigenen Land, sondern auch international. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Österreich weiterhin als Herkunftsland illegaler Waffen in Europa gilt“, betonte ein Regierungssprecher. Künftig fallen auch Waffenteile wie Griffe unter das Gesetz, um den Schmuggel zu erschweren.

Sicherheit hat ihren Preis

Das neue Waffengesetz ist ein Meilenstein in der österreichischen Gesetzgebung. Es zeigt, dass die Regierung bereit ist, harte Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit im Land zu erhöhen. Doch für Waffenbesitzer bedeutet es vor allem eines: mehr Bürokratie, höhere Kosten und strengere Kontrollen.

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