Säure-Anschlag im Spital: Angreiferin in Psychiatrie eingewiesen

Säure-Anschlag im Spital: Angreiferin in Psychiatrie eingewiesen

Nach der schockierenden Buttersäure-Attacke in einem Wiener Krankenhaus gibt es eine dramatische Wende: Die 32-jährige Angreiferin wurde in eine psychiatrische Abteilung eingewiesen. Der Angriff, der sich am Mittwochnachmittag im Hanusch-Spital in Penzing ereignete, sorgt weiterhin für Entsetzen.

Aus Unzufriedenheit zur Säure gegriffen

Das Motiv für die Tat scheint in der Unzufriedenheit der Frau mit ihrer medizinischen Behandlung zu liegen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte die 32-jährige Wienerin aus diesem Grund einen Arzt und weitere Spitalsmitarbeiter mit der übelriechenden Flüssigkeit überschüttet. Hauptsächlich soll dabei der Mediziner getroffen worden sein. Über den genauen Schweregrad der Verletzungen herrscht weiterhin Unklarheit. Laut eigenen Angaben hatte sich die Frau die Buttersäure zuvor online besorgt, wobei es sich um einen ganzen Behälter gehandelt haben soll. Aufgrund ihres Zustands war eine Vernehmung der Frau bisher nicht möglich, die Amtshandlung wurde nach dem Unterbringungsgesetz fortgesetzt.

Spitalsabteilungen nach Großreinigung wieder offen

Die Attacke hatte weitreichende Folgen für den Spitalsbetrieb. Wie die Österreichische Gesundheitskasse informierte, mussten die Ambulanzen für Lungenheilkunde, Rheumatologie und Dermatologie wegen der extremen Geruchsbelästigung vorübergehend geschlossen werden. Ein spezialisiertes Reinigungsteam wurde beauftragt, um die betroffenen Bereiche wieder nutzbar zu machen. Inzwischen konnte der reguläre Betrieb wieder vollständig aufgenommen werden.

Gewerkschaft zeigt sich entsetzt

Der Vorfall löste auch heftige Reaktionen aus. Barbara Teiber, die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, verurteilte den Angriff scharf: „Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die, die unsere Versorgung sichern“, wie sie in einer Aussendung betonte. Der Vorfall wirft erneut ein Licht auf die zunehmenden Sicherheitsrisiken für Personal in medizinischen Einrichtungen.

Quelle: oe24

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