Ein NATO-Land unter direktem Beschuss: In der rumänischen Stadt Galați schlug in der Nacht auf Freitag eine russische Drohne in einem Wohnhochhaus ein. Zwei Menschen wurden verletzt. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
Brand im zehnten Stock – zwei Leichtverletzte
Wie das rumänische Innenministerium via Facebook und die dpa berichteten, löste der Einschlag im Wohnblock in Galați einen Brand im zehnten Stockwerk aus. Zwei Leichtverletzte wurden vor Ort medizinisch versorgt. Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, Russland habe in der Nacht über der Ukraine in Grenznähe erneut zivile Ziele und Infrastruktur mit Drohnen angegriffen. Eine dieser Drohnen sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galați abgestürzt.
F-16-Jets steigen auf – Lage bleibt dynamisch
Wie die dpa unter Berufung auf das rumänische Verteidigungsministerium berichtete, stiegen um 01:19 Uhr zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom Militärstützpunkt Fetesti auf, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage sei „dynamisch“, hieß es weiter. Zunächst seien keine weiteren Drohnen gesichtet worden, erklärte das Innenministerium. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich noch in der Nacht auf den Weg zum Einsatzort.
Kein Einzelfall – bereits zweiter Treffer in Galați
Wie pz-news.de unter Berufung auf die dpa berichtete, ist es nicht das erste Mal, dass russische Drohnen in Galați einschlagen. Erst vor rund einem Monat war dort eine russische Drohne abgestürzt und hatte nach Behördenangaben das Nebengebäude eines Wohnhauses getroffen. Damals gab es keine Verletzten. Im Grenzgebiet Rumäniens wurden bereits mehrfach russische Drohnentrümmer geborgen.
Strategische Lage und NATO-Schutz
Galați liegt an der Donau, die Grenze zur Ukraine und zur Republik Moldau sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt. Als NATO-Partner unterstützt Großbritannien die Luftabwehr Rumäniens mit Kampfjets vom Typ Typhoon. Russland greift die Ukraine laut dpa fast täglich mit Drohnen und Raketen an – Überflüge in den Luftraum angrenzender NATO-Staaten sind dabei eine zunehmend bedrohliche Begleiterscheinung.
Credits: APA
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