Revolution bei der ORF-Gebühr: Was sich jetzt ändern könnte

Revolution bei der ORF-Gebühr: Was sich jetzt ändern könnte

Die österreichische Regierung hat sich auf eine bahnbrechende Reform der ORF-Gebühr geeinigt. Unternehmen mit mehreren Standorten sollen künftig nicht mehr mehrfach zur Kasse gebeten werden. Doch was bedeutet das konkret? Und wer profitiert davon? Wir haben die Details!

Einigung erzielt: Das steckt hinter der Reform

Wie oe24.at berichtet, wurde am Mittwoch eine Einigung über die letzten Details erzielt. Bereits am kommenden Montag soll das Vorhaben im Verfassungsausschuss behandelt werden. Das Finanzministerium prüft jedoch noch die budgetären Auswirkungen der Maßnahmen. Ein finales „Go“ steht also noch aus.

Künftig soll jedes Unternehmen nur noch einmal an den ORF zahlen, unabhängig von der Anzahl der Standorte. Die Höhe des Beitrags bleibt jedoch an die Lohnsumme gekoppelt. Laut der NEOS-Mediensprecherin Henrike Brandstötter wurden kleinere Betriebe bisher „überproportional bestraft“. Mit der Reform könnten über 20.000 Unternehmen um rund zehn Millionen Euro jährlich entlastet werden.

Wirtschaft jubelt, ORF bangt

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) feiert die geplante Änderung als „riesigen Erfolg“. In einer Aussendung betonte die WKÖ, dass die Reform in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine „spürbare finanzielle Entlastung“ für Tausende Klein- und Mittelbetriebe bringe.

Doch nicht alle sind begeistert. ORF-Chef Roland Weißmann warnte vor „harten zusätzlichen Sparnotwendigkeiten“ für den öffentlich-rechtlichen Sender. Details wollte er jedoch noch nicht nennen, da der Gesetzestext erst geprüft werden müsse.

Politische Reaktionen: Von Lob bis Kritik

Die FPÖ sieht in der Abschaffung der Mehrfachzahlungen einen Erfolg ihrer langjährigen Forderungen. Mediensprecher Christian Hafenecker betonte, dass die Haushaltsabgabe am besten komplett abgeschafft werden sollte. Er fordert eine „Totalreform des ORF in Richtung eines verschlankten Grundfunks“.

Abschaffung des Anhörungsrechts: Mehr Unabhängigkeit für den ORF?

Ein weiterer Punkt der Reform betrifft das Anhörungsrecht der Landeshauptleute bei der Bestellung der ORF-Landesdirektoren. Dieses soll abgeschafft werden, um die Unabhängigkeit des ORF zu stärken. Ein Schritt in die richtige Richtung oder ein weiterer Streitpunkt? Die Meinungen gehen auseinander.

Credits: APA

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