Regierung stellt drei Maßnahmen für günstigeren Strom vor

Regierung stellt drei Maßnahmen für günstigeren Strom vor

Die Regierung setzt auf ein dreiteiliges Konzept, um die Stromkosten nachhaltig zu senken:

  1. Das Billigstrom-Gesetz: Dieses Gesetz, das als die größte Strommarktreform der letzten zwei Jahrzehnte bezeichnet wird, soll noch heute im Nationalrat beschlossen werden. Es bildet die Grundlage für langfristig sinkende Strompreise.
  2. Reduktion des Erneuerbaren-Förderbeitrags: Dieser fixe Bestandteil der Stromrechnung wird gesenkt. Haushalte können mit einer Entlastung von rund 22 Prozent rechnen, während industrielle Großbetriebe, wie Papierfabriken, bis zu 36 Prozent weniger zahlen sollen.
  3. Industriestrom-Bonus: Für energieintensive Industrien wird ein Bonus von 150 Millionen Euro bereitgestellt. Davon profitieren etwa 45 Betriebe mit insgesamt rund 50.000 Beschäftigten.

Wirtschaftswachstum und Inflationsziel

Bundeskanzler Stocker betonte, dass die Regierung trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein Wirtschaftswachstum von mindestens einem Prozent im kommenden Jahr anstrebt. Gleichzeitig soll die Inflation auf zwei Prozent gesenkt werden. „Hohe Strompreise sind derzeit eine der zentralen Belastungen für Haushalte und Betriebe sowie ein wesentlicher Treiber der Inflation“, erklärte Stocker.

Die Gesetzesänderung wurde bereits im Finanzausschuss behandelt und soll in einer Sondersitzung des Nationalrats beschlossen werden. Die Maßnahmen treten ab dem 1. Januar 2026 in Kraft.

Quelle: oe24.at

Credits: APA

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