Regierung holt sich 500 Millionen: So sollen die Energiekosten sinken

Regierung holt sich 500 Millionen: So sollen die Energiekosten sinken

Lange wurde gerätselt, nun ist es fix: Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat den Plan zur Finanzierung der angekündigten Energiekosten-Entlastung in Höhe von 500 Millionen Euro enthüllt. Das Geld soll direkt von staatlichen und teilstaatlichen Unternehmen kommen und so das angespannte Budget schonen.

Woher das Geld kommt

Nachdem Kanzler Stocker nach seiner Rückenoperation eine spürbare Entlastung für Stromkunden ankündigte, war die große Frage: Wer zahlt? Wie nun aus einer Aussendung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht, wird das Paket aus drei Töpfen gespeist.

Der teilstaatliche Energiekonzern Verbund soll den Löwenanteil beisteuern. Wie die „Presse“ berichtet, kommen von dort 200 Millionen Euro. Der Verbund, der zu 51 Prozent der Republik gehört, hatte bereits am Mittwoch eine Sonderdividende von insgesamt 400 Millionen Euro angekündigt.

Weitere 200 Millionen Euro liefert die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die sich zu 100 Prozent in Besitz der Staatsholding ÖBAG befindet. Die restlichen 100 Millionen Euro stammen direkt aus Rücklagen und nicht ausgeschütteten Dividendenerträgen der ÖBAG selbst, wie unter anderem die „Kleine Zeitung“ und der ORF berichten.

Kampf gegen die Inflation

Kanzler Stocker zeigte sich zuversichtlich: „Dadurch schaffen wir die Voraussetzung, damit gelingt, was wir uns vorgenommen haben: zwei Prozent Inflation, mindestens ein Prozent echtes Wirtschaftswachstum und einen stabilen und dauerhaften Aufschwung für Österreich.“ Er bedankte sich bei der ÖBAG und den Bundesbeteiligungen für ihre Bereitschaft, Verantwortung für das Land zu übernehmen.

Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) betonte die Wichtigkeit der Maßnahme. Laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums soll das „Rot-Weiß-Rote Entlastungspaket“ nicht nur kurzfristig die Kosten, sondern auch nachhaltig die Inflation senken. Wie genau die 500 Millionen Euro an die Haushalte und Unternehmen verteilt werden, ist noch Teil der Detailplanung. Die budgetwirksame Ausschüttung der Gelder soll im Jahr 2026 erfolgen.

Quellen: diepresse.com, kleinezeitung.at, help.orf.at, bmwet.gv.at, nachrichten.at
Credits: APA

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