Putins Öl-Krise: Russlands Kassen schrumpfen drastisch!

Putins Öl-Krise: Russlands Kassen schrumpfen drastisch!

Während der Kreml weiterhin auf Konfrontation im Ukraine-Krieg setzt, gerät die russische Wirtschaft immer stärker ins Wanken. Die Einnahmen aus Öl und Gas, die Lebensader der russischen Staatskasse, brechen ein – und das schneller als erwartet.

Einbruch um 35 Prozent: Die Zahlen sprechen Bände

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind die Einnahmen aus dem russischen Öl- und Gasgeschäft im November um satte 35 Prozent gesunken. Das bedeutet: Statt der erhofften 10,94 Billionen Rubel (rund 120 Milliarden Euro) wird Moskau in diesem Jahr wohl nur etwa 8 Billionen Rubel (88 Milliarden Euro) einnehmen. Ein herber Rückschlag für Präsident Wladimir Putin, der die Ausgaben für Militär und innere Sicherheit seit Beginn des Ukraine-Kriegs massiv hochgefahren hat.

Warum bricht der Rubel ein?

Die Gründe für den finanziellen Absturz sind vielfältig. Zum einen ist der Durchschnittspreis für russisches Rohöl im Vergleich zum Vorjahr um fast elf Dollar pro Barrel gefallen. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) lag der Preis zwischen Januar und November bei nur 57,30 Dollar pro Barrel. Hinzu kommt, dass der Rubel an Stärke gewonnen hat, was die Exporteinnahmen zusätzlich schmälert.

Sanktionen und Drohnenangriffe: Der Westen zeigt Wirkung

Doch nicht nur die Marktbedingungen setzen Russland zu. Westliche Sanktionen gegen die Ölriesen Rosneft und Lukoil sowie ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien und Pipelines haben die Exporte weiter reduziert. Laut Reuters sanken die russischen Rohölexporte im Oktober um 110.000 Barrel pro Tag – ein Niveau, das zuletzt 2017 erreicht wurde.

Neue Spieler auf dem Markt

Interessant: Trotz der Sanktionen hat Russland neue Wege gefunden, sein Öl zu exportieren. Drei neue Unternehmen – MorExport, RusExport und NNK – sind seit Mai 2025 aktiv und transportieren rund eine Million Barrel pro Tag. Doch ob diese Strategie langfristig aufgeht, bleibt fraglich.

Was bedeutet das für Russland?

Die finanziellen Probleme zwingen den Kreml zu drastischen Maßnahmen. Bereits im April hatte das russische Finanzministerium die Defizitprognose für 2025 verdreifacht. Gleichzeitig wurden die Ausgaben für Verteidigung auf ein Rekordniveau von 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angehoben. Experten warnen, dass Russland ohne Steuererhöhungen oder neue Schulden kaum in der Lage sein wird, die Haushaltslöcher zu stopfen.

Quellen: Bild.de, Reuters, Internationale Energieagentur (IEA)

Credits: APA

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