Während in der Ukraine täglich weiter gekämpft wird, formiert sich im Hintergrund eine neue Bedrohung: Kreml-Chef Wladimir Putin baut laut Bundeswehr-General Alexander Sollfrank eine schlagkräftigere Armee auf. In einem Interview mit der „New York Times“ und weiteren Medien warnt der General eindringlich vor den Konsequenzen.
Putins Plan: Modernisierung und neue Taktiken
Wie General Sollfrank berichtet, nutzt Russland die Zeit, während der Westen über Waffenlieferungen und Finanzhilfen streitet. „Die Russen restrukturieren ihre Landstreitkräfte, selbst während sie angreifen“, so Sollfrank. Moskau setze auf modernste Waffensysteme, baue Reserven auf und entwickle neue Taktiken – basierend auf den Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg. Die russische Kriegsindustrie läuft auf Hochtouren, während die Front in der Ukraine festgefahren ist.
Die „Bild“ zitiert den General mit den Worten: „Frieden ist nichts, das einfach da ist. Man muss dafür arbeiten.“ Sollfrank betont, dass ein Erfolg Russlands die europäische Sicherheitsordnung ins Wanken bringen könnte.
Europa in der Pflicht: „Mehr Unterstützung für die Ukraine!“
Für Sollfrank ist klar: Europa muss entschlossener handeln. „Wir müssen die Ukraine mit allem unterstützen, was sie braucht, um den russischen Druck zu reduzieren“, fordert er. Doch während die USA über Tomahawk-Raketen diskutieren, fehlen der EU Milliarden. Sogar eingefrorene russische Vermögen werden als mögliche Finanzierungsquelle diskutiert.
Bundeswehr vor Mammutaufgabe
Auch Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Unter Kanzler Friedrich Merz plant die Bundesregierung den größten Umbau der Bundeswehr seit Jahrzehnten. Ziel: Bis 2029 soll die Truppe „kriegstüchtig“ werden. Geplant ist eine Aufstockung auf 260.000 Soldaten, dazu 200.000 Reservisten, neue Panzer und eine engere Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie. Doch General Sollfrank warnt: „Reduzieren war einfach – Aufbauen ist eine riesige Aufgabe.“
Credits: APA
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