Putin kritisiert EU-Regierungschefs scharf: „Europäische Ferkel“

Putin kritisiert EU-Regierungschefs scharf: „Europäische Ferkel“

Moskau – In einer Rede vor dem russischen Verteidigungsministerium hat Präsident Wladimir Putin die Regierungschefs der Europäischen Union scharf kritisiert. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass warf er den EU-Staaten vor, sich am vermeintlichen Niedergang Russlands bereichern zu wollen. Seine Wortwahl sorgte international für Aufsehen, als er die europäischen Politiker als „Ferkel“ bezeichnete.

Vorwürfe gegen den Westen

Putin machte die frühere US-Regierung unter Präsident Joe Biden für die Eskalation des Ukraine-Krieges verantwortlich. „Washington hat geglaubt, Russland militärisch schwächen oder zerstören zu können“, erklärte er. Europäische Staaten hätten diese Politik unterstützt und damit die Spannungen weiter verschärft.

Wie die Weltwoche berichtet, äußerte sich Putin hingegen positiv über die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Er sprach von Fortschritten in den Gesprächen und signalisierte eine mögliche Verbesserung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington.

Diplomatische Lösung bevorzugt, aber militärische Optionen bleiben

In seiner Rede betonte Putin, dass Russland seine Ziele im Ukraine-Krieg erreichen werde. Dabei bevorzuge Moskau eine diplomatische Lösung, sei jedoch bereit, diese Ziele notfalls auch militärisch durchzusetzen. „Sollten sich die Ukraine und ihre Unterstützer substanziellen Verhandlungen verweigern, wird Russland militärisch handeln“, so der Kremlchef.

NATO und westliche Waffenlieferungen im Fokus

Putin wies Vorwürfe zurück, Russland plane Angriffe auf NATO-Staaten. Stattdessen warf er dem Bündnis vor, sich auf eine militärische Konfrontation mit Russland vorzubereiten. Zu den Forderungen Moskaus gehören unter anderem die Abtretung von Gebieten in der Ostukraine, Beschränkungen für das ukrainische Militär sowie ein Ende der westlichen Waffenhilfe.

Internationale Reaktionen

Die Aussagen des russischen Präsidenten haben international für Diskussionen gesorgt. Während einige Beobachter die Wortwahl als Provokation werten, sehen andere darin eine klare Botschaft an den Westen. Wie die Weltwoche berichtet, bleibt die Frage offen, ob die Gespräche mit der neuen US-Regierung unter Trump zu einer Entspannung der Lage beitragen können.

Credits: APA

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