Tokio – Es sind Szenen wie aus „Top Gun“, doch hier geht es nicht um einen Hollywood-Film, sondern um die bittere Realität. Über dem Pazifik braut sich ein gefährliches Donnerwetter zusammen! Chinesische Kampfjets haben japanische Flieger ins Visier genommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Piloten schwebten in akuter Lebensgefahr.
Am Samstagmorgen schrillten in den Cockpits der japanischen Luftwaffe die Alarmglocken. Wie Bild unter Berufung auf Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi berichtet, spielten sich vor der Küste der Inselgruppe Okinawa dramatische Szenen ab. Die chinesische Luftwaffe zündete die nächste Stufe der Eskalation.
Feuerleitradar aktiviert: Der Finger lag schon am Abzug
Es ist der Albtraum eines jeden Piloten: Plötzlich meldet der Bordcomputer, dass man von einem feindlichen Waffensystem erfasst wurde. Genau das passierte laut Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums gleich zweimal innerhalb von nur zwei Stunden.
Ein chinesischer Kampfjet, gestartet vom Flugzeugträger „Liaoning“, nahm eine japanische F-15 ins Fadenkreuz. Dabei setzten die Chinesen ihr sogenanntes Feuerleitradar ein. Wie Bild erklärt, ist dies keine harmlose Navigationshilfe, sondern die letzte Warnstufe vor dem Schuss. Das System fixiert das Ziel, berechnet die Flugbahn und bereitet die Raketen auf den Abschuss vor. Für die japanischen Piloten bedeutete das: Höchste Alarmstufe! Sekunden entschieden über Leben und Tod.
Doppelte Provokation in nur zwei Stunden
Die Chinesen beließen es nicht bei einem einzigen Affront. Nur 120 Minuten nach dem ersten Vorfall stieg ein weiterer Jet vom Typ J-15 vom Flugzeugträger auf und wiederholte das gefährliche Manöver bei einem anderen japanischen Flugzeug.
Verteidigungsminister Koizumi fand deutliche Worte für diese Aggression. Er bezeichnete die Vorfälle als „gefährlich und äußerst bedauerlich“, wie Bild berichtet. Japan habe in Peking bereits scharfen Protest eingelegt. Die Botschaft aus Tokio ist klar: Hören Sie auf, mit dem Feuer zu spielen!
Taiwan-Konflikt als Pulverfass
Doch warum zündeln die Chinesen ausgerechnet jetzt? Der Grund liegt in der aufgeheizten Stimmung in Fernost. Seit Wochen liefern sich die asiatischen Großmächte einen diplomatischen Schlagabtausch. Im Zentrum des Streits steht Taiwan. Wie Bild weiter ausführt, hatte Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kürzlich angedeutet, dass Japan im Falle eines chinesischen Angriffs auf Taiwan militärisch nicht tatenlos zusehen würde.
Peking, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet und notfalls mit Gewalt „heimholen“ will, reagiert auf solche Aussagen allergisch. Die radikalen Manöver über dem Pazifik scheinen nun die militärische Antwort auf den politischen Streit zu sein. Eine offizielle Stellungnahme aus China steht laut Bild noch aus, doch die Sprache der Kampfjets war laut und deutlich.
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